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Tourismus: Wo Gäste gerne Urlaub machen

Tourismus : Wo Gäste gerne Urlaub machen

Vulkane, dichte Wälder, rauschende Bäche und Weinlandschaften: Die Region gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Deutschland. Der Landkreis Trier-Saarburg ist touristisch erfolgreich und profitiert statistisch von einem großen Bruder.

Der Landkreis Trier-Saarburg ist touristisch ein besonders vielfältiger. In der Eifel und im Hunsrück, an Mosel, Saar und Ruwer, Kyll und Sauer gibt es viel zu entdecken:  auch die inmitten des Kreises liegende älteste Stadt Deutschlands Trier mit den zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Römerbauten. Ebenso ein Abstecher ins benachbarte Luxemburg und Frankreich bietet sich von hier aus an.

586 touristische Betriebe gab es laut statistischem Landesamt im Jahr 2017 im Kreis. Das sind fast fünfmal mehr als die Stadt Trier aufzubieten hat mit 132. Bei den angebotenen Betten schlägt der Kreis (10 838) die Stadt (4967), wie auch bei den Übernachtungen. In Trier-Saarburg ruhten 1 198 668 Gäste 2017 in den Hotels und Unterkünften, während es in Trier 797 913 waren. Daraus folgt, dass, auch wenn Trier die bekannteren Sehenswürdigkeiten bietet, der Kreis eine hohe touristische Relevanz hat.

Und glaubt man den Zahlen des Landesamts, nimmt der Tourismus leicht zu im Kreis. Das gilt für Angebot und Nachfrage. Zum Angebot: Wurden 1995 10 072 Betten angeboten, waren es 2017 7,6 Prozent mehr mit 10 838. Die Bettenauslastung stieg im selben Zeitraum von 28,3 auf 30,3 Prozent. Das ist knapp über dem rheinland-pfälzischen Landesdurchschnitt von 30,1 Prozent. Die gesteigerte Auslastung ist kein Wunder, nahm die Anzahl der Gäste deutlich zu. 1995 waren es noch rund 260 000 Gäste, 2017 immerhin knapp 358 000.

Dennoch gibt es einen Wermutstropfen: Die Besucher bleiben nicht mehr so lange wie früher. 1995 waren es im Schnitt vier Tage. Die Verweildauer im Kreis ist seitdem stetig gesunken und lag 2017 bei 3,4 Tagen. Dieser Effekt gilt übergreifend in Rheinland-Pfalz: „Die Zahl der Gäste nimmt zwar seit Jahren zu, aber die durchschnittliche Verweildauer ist in allen Regionen gesunken“, erklären die Statistiker vom Landesamt. „Verbrachte jeder Gast 2005 noch durchschnittlich 2,9 Tage im Beherbergungsbetrieb, waren es 2016 noch 2,6.“

Der Vergleich des Gebiets Mosel-Saar – welches grob den Landkreis Trier-Saarburg umfasst, aber auch Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell und Teile von Mayen-Koblenz mit einschließt – mit anderen rheinland-pfälzischen Tourismus-Gebieten, ist durchaus einen Schulterklopfer wert.  Rheinhessen oder Westerwald-Lahn wie auch Ahr oder Hunsrück fallen weit hinter den Zahlen von Mosel-Saar ab – wenn es etwa um Übernachtungen geht. Aber bitte keine Höhenflüge! In dieser Einteilung ist gleichwohl der Kreis Bernkastel-Wittlich zu großen Teilen für die guten Zahlen verantwortlich. Denn der touristische große Bruder weist mit Abstand die besten Zahlen der Region auf. Dazu mehr auf Seite 2.