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Schweich/Trier
Ein neues Schulzentrum für 44 Millionen Euro in Schweich

Moderne geometrische Baukörper: So soll sich das neue Schulzentrum von außen präsentieren.
Moderne geometrische Baukörper: So soll sich das neue Schulzentrum von außen präsentieren. FOTO: Numrich Albrecht Klumpp Architekten, Berlin
Schweich/Trier. Die Treverer-Förderschule und die Grundschule Schweich werden in Schweich neu gebaut. Räumlich und pädagogisch ist eine enge Zusammenarbeit geplant.

Da die Treve­rer-Schule (derzeit rund 100 Schüler) von Kindern aus der ganzen Region besucht wird, müssen sich neben dem Kreis Trier-Saarburg auch die Kreise Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm sowie die Stadt Trier an den Kosten für den Schulneubau in Schweich beteiligen. Zum Schuljahresbeginn 2020/21 soll der Unterricht an der Treverer-Schule starten. Der Neubau soll 24 Millionen Euro kosten. Maßgeblich für das, was die Kreise und die Stadt Trier beisteuern müssen, ist die Schülerzahl aus den jeweiligen Bereichen.

Es werden rund sieben Millionen Euro an Fördermitteln erwartet. Auf den Kreis Trier-Saarburg entfallen gut acht Millionen Euro an Baukosten, auf die Stadt Trier 4,5 Millionen Euro, auf den Kreis Bernkastel-Wittlich drei Millionen Euro sowie auf den Eifelkreis Bitburg-Prüm knapp eine Million Euro. Rund 500 000 Euro zahlen andere Kommunen, aus denen Kinder kommen, die die Förderschule besuchen.

Kürzlich wurde eine Zweckvereinbarung unterzeichnet, die den Besuch der Kinder und Jugendlichen in der Förderschule sowie die Verteilung der Baukosten und der späteren Betriebskosten regelt.

Durch ein auf 25 Jahre angelegtes Finanzierungsmodell soll eine gerechte Aufteilung auf die Kostenträger der Förderschule erreicht werden. Die Vereinbarung regelt außerdem, dass bei freien Kapazitäten auch Kinder aus anderen Kommunen die Treverer-Schule in Schweich besuchen können. Für diesen Fall muss die betreffende Gebietskörperschaft ebenso die anteiligen Kosten übernehmen wie die an der Zweckvereinbarung beteiligten Kommunen.

Die Gesamtkosten für das Integrative Schulprojekt mit der Treverer-Schule und der Grundschule Schweich liegen einschließlich des Grunderwerbs bei rund 44 Millionen Euro. Die exakte Höhe der Förderung steht noch nicht fest. Sie wird nach Auskunft von Martina Bosch, Sprecherin der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, voraussichtlich zwischen zehn und zwölf Millionen Euro betragen. Der Kostenschlüssel für die Aufteilung der Baukosten zwischen dem Kreis Trier-Saarburg und der Verbandsgemeinde Schweich als Trägerin der Grundschule wurde bereits festgelegt. Danach übernimmt der Kreis 58,2 Prozent und die Verbandsgemeinde Schweich 41,8 Prozent der Kosten.

Der Bau der Grundschule, die bis zu 360 Schüler aufnehmen kann, wird rund 17,2 Millionen Euro kosten. Es wird mit Fördermitteln von drei Millionen Euro gerechnet. Auf die Verbandsgemeinde Schweich entfallen Kosten von rund 14,2 Millionen Euro. Den Erwerb des Grundstücks einschließlich der Erschließung in Höhe von drei Millionen Euro tragen der Kreis Trier-Saarburg mit einem Anteil 1,2 Millionen Euro, die Stadt Schweich mit 1,6 Millionen Euro und die Verbandsgemeinde Schweich mit 200 000 Euro.

Hier ein kurzer Überblick über die bereits in Schweich existierenden Förderschulen (Levana-Schule und Meulenwald-Schule) sowie die Treverer-Schule, die in drei Jahren dorthin umziehen soll:

Treverer-Schule: An der Treverer-Schule (derzeit noch in Trier-Heiligkreuz ansässig, ab 2021 in Schweich) werden rund 100 Schüler aus der Region Trier unterrichtet. Bildungsgänge sind Grundschule/Berufsreife, Förderschwerpunkte sind Lernen und ganzheitliche Entwicklung.

In den Bildungsgängen Grundschule/Berufsreife sowie Förderschwerpunkt Lernen beträgt die Schulbesuchszeit neun Jahre und im Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung zwölf Jahre. Eine Verlängerung der Schulzeit aus pädagogischen Gründen ist möglich. Die Treverer-Schule ist eine Ganztagsschule in verpflichtender Form.

Meulenwald-Schule: Die Förderschule im Zentrum von Schweich wird von 126 Schülern aus den Verbandsgemeinden Schweich, Ruwer und Trier-Land besucht. Sie hat den Förderschwerpunkt Lernen und Sprache. Mehr als 100 Kinder und Jugendliche nehmen das Ganztagsangebot wahr und besuchen sportliche, kreative, musische und berufsorientierende Arbeitsgemeinschaften an Nachmittagen.

Die Levana-Schule in Schweich ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt ganzheitliche Entwicklung. Sie existiert seit dem Jahr 1973. Schüler lernen und leben hier ganztags von 8.30 bis 15.30 Uhr in kleinen Klassen von sechs bis zehn Schülern.

Die Unterstufenklassen der Levana-Schule gehen jeweils einmal wöchentlich zum therapeutischen Reiten auf einen nahegelegenen Reiterhof in Schweich.

Hell und freundlich soll der Foyerbereich des integrativen Schulzentrums werden.
Hell und freundlich soll der Foyerbereich des integrativen Schulzentrums werden. FOTO: Numrich Albrecht Klumpp Architekten, Berlin