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Konz/Fell/Hermeskeil
Kreative Wege locken neue Besucher

Im Freilichtmuseum Roscheid wird die Geschichte der Zeit nach dem 2. Weltkrieg lebendig.
Im Freilichtmuseum Roscheid wird die Geschichte der Zeit nach dem 2. Weltkrieg lebendig. FOTO: Veranstalter
Konz/Fell/Hermeskeil . Besondere Aktionen, Mit­mach-Angebote und exklusive Einblicke – die Museen in der Region haben sich einiges einfallen lassen, um Gäste am Internationalen Museumstag, Sonntag, 13. Mai, in ihre Ausstellungen zu locken. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher.“

Von wegen altbacken und eingestaubt: Moderne Museen zeigen sich – ob analog oder mit Hilfe moderner Medien – kreativ, wecken Neugierde für ihre Sammlungen und ermöglichen es den Gäste, die Geschichte zu entdecken. Und sie arbeiten, wie es die Trierer Museen etwa bei den Ausstellungen zu den römischen Kaisern Konstantin und Nero sowie aktuell zu Karl Marx seit Jahren tun, eng zusammen. Dadurch eröffnen sie ganz neue Zugänge zu den Exponaten und erreichen auch Besucher, die bislang nicht zum Stammpublikum zählen. So geben sie ihren Gästen die Möglichkeit, über das kulturelle Erbe ins Gespräch zu kommen und das Gemeinschaftliche und Verbindende der Kulturen kennenzulernen. „Hyperconnected museums: new approaches, new publics“, zu Deutsch „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher.“, ist denn auch das Motto des 41. Internationalen Museumstags am Sonntag, 13. Mai.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich weltweit mehr als 35 000 Museen in über 145 Ländern. In Deutschland nahmen über 1700 Museen mit mehr als 4600 Aktionen teil.

Im Roscheider Hof in Konz wird Geschichte lebendig. Unter dem Titel „Ersatzkaffee und Carepakete – Leben und Überleben in der Nachkriegszeit“ erinnert das Freilichtmuseum an die Jahre unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg – nicht nur am Sonntag, 13. Mai, sondern auch schon am Samstag, 12. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Die Gruppe „Lebendige Geschichte 1939-1949“ vermittelt im Freilichtgelände die schwierige Lebenssituation der Bevölkerung nach dem Krieg. Die Besucher sehen typische Schwarzmarkt-Tauschwaren, lernen Energiesparkonzepte wie die Kochkiste oder die Wertstoffverwertung von Kriegsmaterialien wie Stahlhelmen, Panzerfäusten und Gasmasken kennen, erhalten Einblicke in die medizinische Versorgung der damaligen Zeit und erfahren Näheres über die amerikanische Besatzungszeit. Die Besucher können zudem nach Notrezepten gebackene Kuchen probieren und „Muckefuck“ (Ersatzkaffee) trinken.

Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 6 Euro, Familien zahlen 14 Euro, Kinder (6-14) sind  frei.

Das Besucherbergwerk Barbara-Hoffnung im Nossertal zwischen Fell und Thomm besteht aus zwei übereinander liegenden typischen Dachschiefergruben (Bergwerken) aus der Jahrhundertwende. Seit der Eröffnung im  Mai 1997 sind mehr als 330 000 Besucher ins Bergwerk eingefahren. Am Museumstag ist der Eintritt von 10 bis 18 Uhr frei. Im Lehrstollen werden dann die Arbeit, das Werkzeug und Geleucht der Schieferbergleute gezeigt. Eine Führung beleuchtet von 14 bis 15.30 Uhr „Die Arbeit der Leyenbrecher mit Keilhaue und Karbid“ (Kosten: 7/4,50 Euro; Anmeldung: Telefon 06502/988588, E-Mail info@bergwerk-fell.de)

Die Hackenberger Mühle in Saarburg stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Mühlenkomplex umfasst drei hintereinander gestaffelte Mühlen, deren Räder sich auch heute noch unterhalb des Wasserfalls drehen. Hier wurde bis 1974 Getreide zu Mehl gemahlen.  Der Eintritt ist von 14 bis 17 Uhr frei. Auch ins Amüseum am Wasserfall kommen die Besucher kostenfrei (11 bis 16 Uhr).

Kostenlos ist an diesem Tag auch der Eintritt ins Burg- und Hexenmuseum Grimburg, das von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Ein besonderes Programm bietet von 10 bis 17 Uhr das Rheinland-Pfälzische Feuerwehrmuseum Hermeskeil (Eintritt 5/4 Euro, Kinder bis 3 Jahre frei). Hier können die Besucher erleben, wie gefährlich die Explosion einer Spraydose ist (13.30, 15 Uhr). Für Kinder gibt es ab 13 Uhr Aktionen.