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Schweich
Schweich bereitet Boden für dritte Förderschule

Auf dem Baugelände für die neuen Schulen in Schweich an der Bahnhofstraße haben die Baggerarbeiten begonnen.
Auf dem Baugelände für die neuen Schulen in Schweich an der Bahnhofstraße haben die Baggerarbeiten begonnen. FOTO: Friedemann Vetter
Schweich. In der Moselstadt Schweich hat der Neubau der Treverer-Schule begonnen. An den Kosten von 24 Millionen Euro beteiligen sich auch Nachbarkreise und die Stadt Trier.

8000 Bewohner und 2700 Schüler. Das Moselstädtchen Schweich hat gemessen an der Einwohnerzahl die höchste Schülerdichte in Rheinland-Pfalz. Es gibt dort zwei Gymnasien (Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und Stefan-Andres-Gymnasium), eine Realschule plus und zwei Förderschulen, die Levana Schule mit dem Schwerpunkt ganzheitliche Entwicklung und die Meulenwald Schule mit den Förderbereichen Sprache und Lernen.

Zum Schuljahresbeginn 2021/22 soll eine dritte Förderschule in der Moselstadt ihren Betrieb aufnehmen: die Treverer-Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung. Derzeit ist diese Einrichtung noch am Standort Trier anzutreffen.

In Schweich wird die Treve‑rer-Schule zusammen mit der Grundschule Schweich auf einem Gelände an der Bahnhof‑straße neu gebaut. Zurzeit laufen die Erd- und Erschließungsarbeiten für das 44 Millionen Euro teure „Integrative Schulprojekt Schweich”.

Mit dem Hochbau wird voraussichtlich im Juni begonnen. Grund- und Förderschule sollen eng miteinander kooperieren und ein integratives Schulzentrum bilden.

Die Treverer-Schule, die für 80 Schüler konzipiert wird, soll unter anderem mit einem Bewegungsbad ausgestattet werden. Die Sporthalle, die ebenfalls neu gebaut wird,  erhält eine auf die Bedürfnisse der Förderkinder zugeschnittene „Bewegungslandschaft“.

Als kürzlich in unmittelbarer Nähe der geplanten Schulen ein neuer integrativer Kindergarten der Lebenshilfe Trier-Saarburg eröffnet wurde, sprach Landrat Günther Schartz von einem neuen inklusiven Zentrum, das sich in Schweich entwickele. Derzeit besuchen zehn Förderkinder die Kita. Gleich nebenan baut die Lebenshilfe ein Wohnheim für 24 behinderte Menschen. Es soll im Herbst eingeweiht werden.

Die drei Einrichtungen sollen nach Auskunft von Lebenshilfe-Geschäftsführer Kilian Zender „Lebenshilfeforum Michael Kutscheid” heißen. Der 2009 verstorbene Michael Kutscheid war Bürgermeister der Stadt Konz und Landtagsabgeordneter. Er hatte die Lebenshilfe aus kleinen Anfängen heraus aufgebaut und so den Grundstein für das heutige Großunternehmen gelegt.