Adrenalin pur oder Entspannung? Es gibt viele Möglichkeiten, den Wolken näherzukommen.

Freizeit : Abheben und auf die Region blicken

Im Körbchen oder mit Flügeln auf dem Rücken geht es hoch hinaus. Auch in der Region gibt es zahlreiche Vereine, Flugschulen und Unternehmen, die das Abheben ermöglichen.

Egal ob alleine oder im Tandem – beim Gleitschirmfliegen oder Paragliding geht es hoch hinaus. Für Axel Kalenborn, erster Vorsitzender der Moselfalken,  ist der Sport pure Entspannung. Handy aus, Computer aus. „Ich genieße die Ruhe beim Fliegen“, sagt er. Adrenalingeladen sei das Ganze für ihn nicht. „Wir springen ja nicht mit Fallschirmen sondern bewegen uns langsam mit etwa 40 Stundenkilometern voran.“  Dennoch könnte Kandidaten mit Höhenangst die ein oder andere Schweißperle auf der Stirn stehen, wenn sie nur ans Gleitschirmfliegen denken. Denn nach Angaben des Deutschen Hängegleiterverbands ist es möglich, in den Alpen Höhen von 3500 Metern und mehr zu erreichen.

Der Pilot hat einen Schirm über sich gespannt und ist mit Seilen und Gurten daran befestigt. Er lenkt das Fluggefährt durch die Verlagerung seines eigenen Gewichts und Steuerleinen.  Mehr als 100 Kilometer können so je nach Wetterlage zurückgelegt werden. Der weiteste Flug, den die Moselfalken bisher registriert haben, sei 226 Kilometer lang gewesen, erzählt Kalenborn.

Gerade das Gebiet um die Mosel eigne sich dank „hoher Thermikgüte“ zum Gleitschirmfliegen. Das heißt, dass ein Aufwind den Sportlern hilft, Höhe zu gewinnen. Kein Wunder also, dass auch Menschen aus anderen Teilen Deutschlands anreisen, um die Mosel aus der Vogelperspektive zu betrachten.

„Immer mehr Leute wollen einmal Tandem fliegen“, sagt Kalenborn, der auch bei der Flugschule Moselglider tätig ist. „Wir stoßen schon an unsere Kapazitätsgrenzen.“ Wer einen Termin ergattert hat, kann sich bis kurz vor dem Start nicht sicher sein, wo er abhebt. „Je nach Windrichtung wählen wir einen anderen Startplatz.“

Adressen für Gleitschirmliebhaber und -interessierte:

Den Wolken näher kommen, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren, ist bei einer Ballonfahrt möglich. Die Luft in der Ballonhülle wird erhitzt, dehnt sich aus und verliert an Dichte. Die Gefährte steigen deshalb Richtung Himmel. Ein Ballon kann theoretisch die 100-Stundenkilometer-Marke knacken, allerdings gelten für den regulären Verkehr bereits 50 Stundenkilometer als ein zügiges Tempo.

Wer schon immer einmal in einem Ballonkorb Platz nehmen wollte, hat verschiedene Ansprechpartner:

  • Ballon Charter Wesi GmbH (zum Beispiel Schweich, Föhren, Kordel, Riol, Zemmer, Dreis, Pfalzel, Brauneberg, Kesten, Detzem und Saarburg), E-Mail info@wesi.de, Telefon 06838/981988 oder unter www.wesi.de
  • Eifel-Ballooning (nördliches Rheinland-Pfalz, südlichen Nordrhein-Westfalen, Winterausflüge in die Alpen), E-Mail info@eifel-ballooning.de, Telefon 06592/985465, www.eifel-ballooning.de
  • Moselballoning (Mosel), E-Mail info@moselballoning.de, Telefon 0179/2304078, www.moselballoning.de
  • Ballonteam Dragon (Eifel, Mosel, Hunsrück), E-Mail einfach@malabheben.de, Telefon 06575/4323, www.malabheben.de

Über 1000 Kilometer trennen Mensch und Erde vor dem Absprung voneinander. Im freien Fall geht es in die Tiefe – bis der Fallschirm ausgelöst wird und die Geschwindigkeit bremst. Der adrenalingeladene Freizeitsport lockt Profis und Probierfreudige auf die Flugplätze. „Gerade an den Wochenende starten in Föhren viele Fallschirmspringer“, sagt Konrad Bungert, Flugleiter am Flugplatz Trier-Föhren.

Während manche Sportler in der Luft zu Akrobaten werden, können Anfänger das Ganze im Tandem ausprobieren. Tobias  Becker hat es genossen, sich der Erde bis auf einige Hundert Meter im freien Fall zu nähern. „Es war nur etwas anstrengend, die Beine beim Landen von sich wegzustrecken.“ Das sei wichtig, damit der Profi, der das Tandem leitet, vorsichtig auf dem Boden aufsetzen kann. „Wie das Platznehmen auf einem Stuhl fühlte sich die Landung an.“

Bei diesen Adressen gibt es mehr Infos:

  • Fallschirmsportclub Trier (Föhren), Telefon 06502/4999, E-Mail info@Fallschirmsportclub-Trier.de, www.fallschirmsportclub-trier.de
  • Firebird Skydiving (Bitburg), E-Mail info@firebird-skydiving.de, Telefon 0157/85806637, www.firebird-skydiving.de

Mit ordentlich Aufwind und Flügeln auf dem Rücken geht es beim Drachenfliegen in die Lüfte. Die Geräte bestehen aus einem Gestell, das mit einem Tuch bespannt ist. Von Hängen und Rampen aus können die Piloten starten. Indem sie sich in unterschiedliche Richtungen bewegen, können sie kontrollieren, wohin und wie schnell sie der Drache durch den Himmel trägt.

Erfahrene Flieger können Strecken von über 100 Kilometern überwinden und damit sogar über die französische Grenze gelangen. Dabei bewegt sich ihr Gefährt mit 40 bis 100 Stundenkilometern.  Alleine Drachenfliegen darf nur, wer einen Schein dazu hat. Die Ausbildung umfasst nicht nur zahlreiche Übungsflüge sondern auch eine theoretische Ausbildung.

Gelegenheiten zum Drachenfliegen gibt es hier:

  • Flugschule Saar Mosel (Longkamp), E-Mail paul@flugschule-saar-mosel.de, Telefon 0172/6802595 oder 06531/94677, www.flugschule-saar-mosel.de
  • Drachenflieger-Club Trier, E-Mail sascha.nilius@dfc-trier.com, Telefon 0175/1486918, www.dfc-trier.com
  • Moselfalken, E-Mail  info@moselfalken.de, Telefon 0172/6191183, www.moselfalken.de

Segelflieger und motorisierte Gefährte ziehen bei gutem Wetter  über unseren Köpfen hinweg. In der Eifel und an der Mosel gibt es zahlreiche Gelände, die als Startpunkt dienen können. Sowohl Rundflüge als auch Flugstunden werden angeboten.

Flugzeuge können in Föhren starten, landen und tanken. Auch eine Werkstadt ist auf dem Gelände . Foto: TV/Nathalie Hartl
Bernhard Heller (rechts) betreibt die Flugschule Portaflug. Mit Simone Tremmel und Jürgen Pflästerer reist er nach Frankreich. Foto: TV/Nathalie Hartl
Flugzeuge können in Föhren starten, landen und tanken. Auch eine Werkstadt ist auf dem Gelände. Foto: TV/Nathalie Hartl

Hier einige Flugplätze, Flugschulen und Vereine in der Region: