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Trier: Das unterscheidet Trier vom Umland

Trier : Das unterscheidet Trier vom Umland

Von Benedikt Laubert

Zugegeben: Eigentlich ist ein Vergleich zwischen Trier und dem Umland unfair. Eine mittelgroße Stadt tickt völlig anders als ein größtenteils ländliches Gebiet wie der Kreis Trier-Saarburg. Es macht also keinen Sinn, zu vergleichen und dann einen Sieger zu küren. Ein Blick in die Zahlen des statistischen Landesamtes zeigt aber, wie spannend ein bedachter Vergleich der Stadt Trier mit ihren Nachbarn ist.Dass es in Trier weniger Einwohner aber mehr Ärzte gibt als im Kreis – das hätte der eine oder andere bestimmt schon vermutet (detaillierte Zahlen auf Seite 3).

Aber wer hätte zum Beispiel gewusst, dass die Waldfläche auf dem Stadtgebiet (45 Quadratkilometer) doppelt so groß ist wie die besiedelte Fläche mit Wohnhäusern, Industrie, Sportplätzen und so weiter (26 Quadratkilometer)? Das hätte man vielleicht nur im Kreis vermutet – dort ist die Fläche mit Wald-, Weide- und Ackergebiet natürlich ungleich größer als die besiedelte Fläche.Die im Vergleich zum Kreis wenigen Bewohner drängen sich in der Stadt im Schnitt in kleineren Wohnungen. Der Größenunterschied ist bei Wohnheimen besonders groß: In Trier sind die Wohnungen dort im Durchschnitt 24 Quadratmeter groß – im Kreis Trier-Saarburg dagegen 50 Quadratmeter, also doppelt so groß.

Bei Touristen sind Stadt und Kreis zwar ähnlich beliebt (430 000 beziehungsweise 370 000 Gäste kommen jeweils im Jahr), die Kreistouristen bleiben aber deutlich länger vor Ort: durchschnittlich 3,4 Nächte. In Trier bleiben sie durchschnittlich 1,9 Nächte zu Besuch.

Triers Bewohner sind im Durchschnitt ärmer als ihre Nachbarn im Umland. 7,4 Prozent der Bewohner bekommt eine Grundsicherung für Arbeitssuchende. Im Kreis beziehen diese nur 3,6 Prozent der Bevölkerung. Auch am Einkommen lässt sich das ablesen. Die Trierer haben 20 000 Euro an Jahreseinkommen zur Verfügung, die Menschen im Kreis Trier-Saarburg dagegen 22 000 Euro im Durchschnitt. 

Mehr Stadt heißt mehr Verkehr auf engem Raum – und das führt wohl zu mehr Unfällen. Vergangenes Jahr zählte das Land  3,8 Unfälle pro hundert Einwohner in Trier. Im Kreis passierten nur 3,1 Unfälle pro hundert Einwohner. Und das, obwohl es dort mehr Autos gibt.