Der Förderverein "Eine Chance für Pferde" hilft Tieren in Not

Trierweiler : Am Ende aller Wege ...

...tut sich ein Weg auf. Dafür sorgt der Förderverein „Eine Chance für Pferde“. Doch die Zeiten waren schon besser.

Seit den 80er Jahren ist es das Anliegen von Martina Dieck, kranken, armen und alten Pferden, die niemand mehr haben möchte oder die viel Leid erlebt haben, ein Zuhause zu geben. Als im Jahr 2000 in Trierweiler-Neuhaus der neue Dreikönigshof entstand, boten sich dafür viele Möglichkeiten. Gleichgesinnte waren schnell gefunden.

2003 schlug die Geburtsstunde des Fördervereins „Eine Chance für Pferde“, der Tierschutz, Gesundheit und Wohlbefinden der Mitgeschöpfe über den sportlichen Ehrgeiz stellt. „Viele Tiere fanden seitdem hier ein Zuhause und den lang ersehnten Frieden“, sagt die Vorsitzende. Viele konnten auch in liebevolle Hände weitervermittelt werden.

Im Schnitt stehen 20 Fördervereinspferde auf dem Dreikönigshof. Sie waren zuvor im Leistungssport eingesetzt und können den Belastungen jetzt nicht mehr standhalten, sind nicht tierschutzgerecht gehalten worden, haben niemanden mehr, der sich um sie kümmert, oder schon eine Vielzahl von Besitzern waren überfordert.

„Wir kümmern uns individuell um jedes Pferd“, macht Dieck deutlich. Das zeige sich im artgerechten Herdenverband, in medizinischer und auch naturheilkundlicher Betreuung sowie dem einfühlsamen Umgang mit den Tieren. „Das Pferd kann als guter Freund würdevoll alt werden“, so formuliert das die Vorsitzende.

Spenden, Patenschaften und Pachten sind die Finanzquellen dafür. Kinder, Jugendliche und Erwachsene kümmern sich regelmäßig um ein Pferd als wäre es ihr eigenes, abgestimmt auf das Alter und den Gesundheitszustand des Tieres. Das bringt ein sinnvolles Miteinander.

Auch Veranstaltungen bringen Geld in die Kasse, wie bei der Aufführung des Musicals „Tanz der Vampire zu Pferd“ 2005 und „Elisabeth“ 2010. Vorführungen gibt es auch an den jährlichen Tagen der offenen Tür, diesmal am Sonntag, 5. Mai.

„In letzter Zeit wird es schwieriger, den Unterhalt unserer Schützlinge zu sichern“, bedauert Dieck. Der Pflegeaufwand steigt, und der Inhalt der Kasse stagniert. Das älteste Pony ist über 40 Jahre alt, einige andere über 30. Pächter zu finden, die dafür aufs Reiten verzichten, ist nicht leicht. Aber man kann sich ja auch anders mit den Pferden beschäftigen. Es kann auch eine Patenschaft ohne Reitberechtigung übernommen werden. Weitere Pferde können derzeit nicht aufgenommen werden.

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