Theater: Der pure Horror

Theater : Der pure Horror

Der amerikanische Jahrmarkt („Dark Carnival“) hat mit seinen Freakshows eine dunkle Faszination auf seine Besucher ausgeübt. Die Missbildungen der Natur, wie sie genannt wurden, waren die Stars dieser Shows: die bärtige Dame, Zwerge, der Zyklopenjunge, die Dame ohne Unterleib, die Wahrsagerin, der böse Clown, der stärkste Mann der Welt.

Sie alle sind Ausgestoßene einer Gesellschaft, die sich über ihr Äußeres definiert.

Diese Figuren gewannen eine gruselige Aura, man schrieb ihnen eine übernatürliche Kraft zu, die jenseits gesellschaftlicher Konventionen ihren Platz hatte und die Fähigkeit besaß, Menschen in den Abgrund der dunkelsten Ecke ihrer Seele zu reißen.

Der französische Horrortheaterabend „Grand Guignol“ macht diese Freaks kurz vor der fünften Jahreszeit zu den unheimlichen Helden eines Abends auf der Studiobühne des Theaters Trier, der in den letzten drei Spielzeiten Verstörung, Horror, schwarzen Humor und gruselige Unterhaltung bot.

Diesmal steht der amerikanische Jahrmarkt im Fokus – mit seiner Hauptattraktion: den sieben Todsünden. Auf diesen Jahrmarkt der Sünden kommt eine Besucherin und wird dort vom Teufel höchstpersönlich verführt. Die Zuschauer erwartet eine Freakshow mit Verführung und Sünde auf jeder Ebene – inklusive einer Menge Toter. Die Darsteller des Bürgertheaters spielen unter der Leitung von Marc-Bernhard Gleißner.

  • Premiere: 3. Februar, 20 Uhr. Weitere Termine: 5., 8., 13. Februar, 20 Uhr, Studio.
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