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Natur: Deutschland zählt die Wintervögel

Natur : Deutschland zählt die Wintervögel

(red) Vom 8. bis zum 10. Januar zählt ganz Deutschland wieder Vögel: Die „Stunde der Wintervögel“ wird bereits zum elften Mal vom Nabu und seinem bayerischen Partner LBV organisiert. Vogelfreundinnen und -freunde sind dazu aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel von Wohnung, Haus oder Garten aus zu erfassen und zu melden.

„Damit kann jede und jeder mithelfen, eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu ermöglichen“, sagt Olaf Strub, Geschäftsführer des Nabu Rheinland-Pfalz. „Die so erfassten Daten tragen dazu bei, unsere heimischen Vögel besser zu schützen.“ Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. 2020 hatten sich daran mehr als 143 000 Menschen beteiligt. In Rheinland-Pfalz nahmen mehr als 8000 Personen teil.

Expertinnen und Experten des Nabu konnten anhand der langjährigen Zählung nachweisen, dass die winterlichen Vogelzahlen in den Gärten stark von der Witterung abhängen. In kalten und schneereichen Wintern kommen deutlich mehr Vögel in die Nähe der Menschen. Die lange Reihe zunehmend milder Winter führte zuletzt zu sinkenden Wintervogelzahlen. Geringere Beobachtungszahlen hängen in diesem Fall also nicht zwangsläufig mit geringeren Vogelbeständen zusammen.

Eine Stunde lang kann jede und jeder die Vögel am Futterplatz, vom Garten, Balkon oder Fenster aus oder im Park zählen und dem Nabu melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Lauf einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.nabu.de/onlinemeldung bis zum 18. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800/1157-115 geschaltet. Auch über die App „Vogelwelt“ (Download unter www.nabu.de/vogelwelt) kann gemeldet werden.