Unsere Vereine: Die „Gewerkschaft“ der Freiwilligen Feuerwehrleute

Unsere Vereine : Die „Gewerkschaft“ der Freiwilligen Feuerwehrleute

Wer dem Kreisfeuerwehrverband (KFV)  Trier-Saarburg  beitreten will,  ist sogleich  als Vorstandsmitglied willkommen. Die Voraussetzungen: Er muss Mitglied im KFV sein und die Bereitschaft mitbringen, sich ehrenamtlich für die Interessen der der Freiwilligen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden des Kreises Trier-Saarburg einzusetzen.

Der KFV Trier-Saarburg  ist ein Kreisverband des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz (LFV), der wiederum zum Bundesverband (DFV) gehört.

„Wir sind sozusagen die Gewerkschaft der Freiwilligen Feuerwehrleute“, sagt Kreisvorsitzender Matthias Liesch. Zusammen mit Stellvertreter Lothar Müller, Urban Zöllner und Peter Philipp bildet er den Geschäftsführenden Vorstand. Doch der hat ein Problem namens „Personalmangel“.  Warum, das zeigt der Blick auf die Aufgaben des KFV, der wie alle Kreis- und Stadtverbände die Arbeit an der Basis schultert. Derzeit besteht der KFV Trier-Saarburg aus rund 150  Mitgliedsvereinen (den Fördervereinen der örtlichen Wehren), in denen fast 3500 Frauen und Männer organisiert sind. Dazu zählen aktive Wehrleute, so genannte Alterskameraden, aber auch Einzelmitglieder und Förderer.

 Liesch: „Unsere originäre Aufgabe ist die Betreuung der Feuerwehrkollegen im sozialen Bereich und die Vertretung ihrer Interessen gegenüber Politik und Verwaltung.“ Für viele Aufgabenfelder fehlten allerdings die Funktionsträger, Fachbereichsleiter genannt. Diese werden vom Geschäftsführenden Vorstand je nach Bedarf eingesetzt und auf ihre Aufgaben durch entsprechende Lehrgänge vorbereitet.

Der Geschäftsführende Vorstand mit dem zweitem Vorsitzenden Lothar Müller (links), Vorsitzendem  Matthias Liesch (Mitte) und Urban Zöllner (Fachbereichsleiter Traditionspflege/Feuerwehrmuseum Hermeskeil und Beisitzer für die Verbandsgemeinde (VG) Ruwer). Nicht auf dem Bild ist Peter Phillips (Kassenwart und Beisitzer für die VG Saarburg). . Foto: Friedhelm Knopp

 Lieser zählt die derzeit vorhandenen, aber nicht alle besetzten Fachbereiche auf:  „Ein zweiter Stellvertretender Vorsitzender (Stelle unbesetzt)  - Versicherung/Soziales (unbesetzt) – Sport/Gesundheit (unbesetzt) – Ausbildung – Recht – Alterskameraden – Tradition/Feuerwehrmuseum – Bamibini-Feuerwehren – Brandschutzerziehung – Wettbewerbe – Öffenlichkeitsarbeit (unbesetzt) – Internet/Hompage – Gleichstellungsbeauftragte (unbesetzt).“

 Demnach werden für mehrere Fachbereiche Leiter gesucht, einige Funktionsträger haben schon Doppelfunktionen übernommen und fühlen sich mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit am Limit.  Liesch: „Das ist so nicht mehr machbar.“ Ein Problem sei, dass viele junge Feuerwehrleute wenig oder nichts über die Arbeit des Kreis-FWV wüssten. Liesch: „Dabei gibt es gerade für Jüngere hochinteressante Posten, zu denen man sich mit entsprechenden Lehrgängen ausbilden lassen kann.“ In vielen Fällen lasse sich so eine Ausbildung auch privat und im Berufsleben nutzen und sei oft ein Argument bei Bewerbungen.  Neben den Fachbereichsleitern spielen auch  die  Beisitzer eine bedeutsame Rolle: Sie vertreten  im KFV die jeweiligen Mitgliedswehren ihrer Verbandsgemeinden  und kümmern sich um deren Belange.

Die Freiwillige Feuerwehr, hier Konz, wirbt aktiv um Nachwuchs. Foto: Friedhelm Knopp
Bei Tagen der offenen Tür und Festen werden die Freiwilligen Feuerwehren vom KFV unterstützt, etwa durch eine Veranstaltungshaftpflichtversicherung. Beim Abspielen von Musik gewährt die Gema den KFV-Mitgliedern einen Nachlass von 20 Prozent. Die meist stark besuchten Veranstaltungen dienen nicht nur der Geselligkeit, sondern auch  als Demonstration der Leistungsfähigkeit, zur  Aufklärung über Gefahren und der Werbung neuer Mitglieder. Der Nachwuchsmangel bei den Freiwillgen Feuerwehren ist auch beim KFV ein zentrales Thema. Die Bilder entstanden bei Veranstaltungen in Konz und Saarburg. Foto: Friedhelm Knopp
Die Freiwillige Feuerwehr beim Aufschneiden eines Autos. Foto: Friedhelm Knopp
Vorführung Freiwillige Feuerwehr. Foto: Friedhelm Knopp
Vorführung der Freiwilligen Feuerwehr. Foto: Friedhelm Knopp

„Wichtig ist aber, dass alle Vorstandsmitglieder Teamplayer sein müssen. Unsere Arbeit funktioniert wie die gesamte Feuerwehr nur im Team“, betont der Vorsitzende.