Küster: Die guten Seelen in den Kirchen der Region

Küster : Die guten Seelen in den Kirchen der Region

In der Kirche gibt es zahlreiche gute Seelen, die ehrenamtlich und hauptberuflich tätig sind. Für einen Gottesdienst braucht man einen Musiker, der die Orgel spielt. Weitere wichtige Aufgaben in der Kirche übernehmen die Messdiener, Lektoren und Kommunionshelfer.

Einer der wichtigsten Menschen in einem Gotteshaus ist der Küster oder die Küsterin. Viele Priester und Pastoren hätten ein großes Problem, wenn die Kirche nicht vorbereitet wäre für die Heilige Messe und das Abendmahl. Die Aufgaben sind vielfältig und über das ganze Jahr abwechslungsreich.

Neben ihren Tätigkeiten in der Sakristei sind die Küster auch Ansprechpartner für viele verschiedene Menschen. Wir haben uns mit einem Küster aus der katholischen Kirche und einer Küsterin aus der evangelischen Kirche getroffen. Sie haben uns einen Einblick in ihre persönliche Arbeit gegeben und erzählt, was man sich genau unter dem Beruf des Küsters vorstellen kann.

Der Beruf ist auch eine Art Berufung. Küster sind dem Glauben verbunden, Religion und Kirche sind ihnen vertraut. Viele Stunden verbringen sie auch außerhalb der Gottesdienste in der Kirche und im Pfarrheim oder Gemeindehaus.

Im Bistum Trier gibt es zwei Arten und Möglichkeiten, diesen Beruf auszuüben: Man kann an mehrtätigen Kursen die Aufgaben erlernen und eine Prüfung ablegen. Oder man steigt als Quereinsteiger ein, muss aber Erfahrungen in der Kirche mitbringen. Einen kleinen Unterschied gibt es dann am Ende in der Besoldung.

Wenn in einem feierlichen Gottesdienst der Chor gesungen hat oder die Messdiener den Ablauf mitgestaltet haben, wenn etwa in der evangelischen Kirche der Pfarrerin eine besondere Predigt gelungen ist, gibt es oftmals Applaus. Den Küstern wird für ihre Arbeit aber selten gedankt. „Dabei sind sie es, die die Kirche zusammen mit dem Reinigungspersonal sauber halten“, betont Pfarrer Matthias Ratz von der Evangelischen Kirchengemeinde Trier. „Sie sorgen für den Blumenschmuck, stellen Stühle und sorgen eben für alles Praktische rund um den Gottesdienst. Ohne unsere Küster und Hausmeister geht es nicht. Sie sind die verlässlichen Helfer in unserer Kirche.“

Pfarrerin Anna Peters von der Evangelischen Kirchengemeinde Konz-Karthaus beschreibt es so: „Küster und Küsterinnen schleppen schwere Sachen, bewahren Pfarrer und Pfarrerinnen vor Verzweiflung, rücken Tische, lösen Probleme um wenige Plätze bei der Konfirmation, putzen Toiletten. Sie sind das Gedächtnis der Gemeinde, kochen Kaffee, sind im Hintergrund immer da, vernetzen Ehrenamtliche, kochen, backen, grillen. Sie wissen, was gut ist, sind Gärtner, schaffen heilige Atmosphäre.“