Ehrenamt: Feuerwehren setzen auf Jugend und Zusammenarbeit

Ehrenamt : Feuerwehren setzen auf Jugend und Zusammenarbeit

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es 234 Gemeinden und 217 Freiwillige Feuerwehren. Während sich an der Zahl der Gemeinden in den vergangenen Jahrzehnten nahezu nichts geändert hat, ist die Bereitschaft zu Fusionen und Kooperationen bei den Feuerwehren, von denen es zu Beginn des Jahrtausends kreisweit immerhin noch 226 gab, weitaus größer.

Was aber nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass der Handlungsdruck bei den Feuerwehren größer ist.

So wird es in vielen Gemeinden – nicht nur in der Eifel – zunehmend schwieriger, die Tagesbereitschaft aufrecht zu erhalten. Und in einigen Dörfern fehlt es nicht nur tagsüber an freiwilligen Helfern. Beispiel dafür ist die kleine Gemeinde Feilsdorf (VG Bitburger-Land). Aufgrund von Personalmangel wurde dort vor einigen Jahren die Wehr aufgelöst. Seitdem wird die Gemeinde über die benachbarte Wehr mitversorgt, die wiederum ein Zusammenschluss der ehemals eigenständigen Wehren aus Baustert, Brimingen und (der inzwischen aufgelösten Gemeinde) Hisel ist.

Zusammenschlüsse, Kooperationen und Ausrückegemeinschaften gibt es aber auch über die Grenzen hinweg. Und das nicht nur auf VG- und Kreisebene, sondern auch mit Überschreitung der Staatsgrenze. Bestes Beispiel dafür ist die VG Südeifel.

Dort gibt es im Norden der Verbandsgemeinde eine Zusammenarbeit mit Nachbarwehren der VG Arzfeld und im Südwesten Kooperationen mit den Verbandsgemeinden Bitburger Land und Trier-Land. Darüber hinaus bestehen Abkommen und Kooperationen mit den benachbarten Gemeinden im angrenzenden Luxemburg. Das luxemburgische Consdorf beispielsweise verfügt über eine Drehleiter, die auf deutscher Seite angefordert werden kann. Und in Bollendorf gibt es seit 2012 eine Kooperation mit der benachbarten Wehr aus Berdorf. Einsätze und Übungen werden dort gemeinsam absolviert.

Zu den größten Einheiten der VG Südeifel gehört die Freiwillige Feuerwehr Irrel, die am vergangenen Wochenende das 45-jährige Bestehen ihre Jugendfeuerwehr gefeiert hat. Die Irreler Jugendabteilung war die erste im Kreis. Mittlerweile wurden gut 50 Jugendfeuerwehren ins Leben gerufen, Tendenz steigend.

Darüber hinaus gibt es im Kreis auch bereits erste Bambini-Feuerwehren für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren. Anfang Juni wurde in Orenhofen die mittlerweile vierte Bambini gegründet. Und in anderen Orten des Kreisgebiets sind weitere Gründungen in der Planung. An Nachwuchs fehlt es den Feuerwehren im Kreis definitiv nicht. Aktuell sind zählen allein die Jugendfeuerwehren 630 Mitglieder.