Motor: Grenz-Erfahrungen

Motor : Grenz-Erfahrungen

Unterwegs in der Region und in Luxemburg: Fahrbericht mit dem 300 PS starken Audi S3 Cabriolet

Während sich viele Hersteller vom „Oben-Ohne“-Trend verabschieden, sogenannte CC-Varianten, also „Coupé-Cabriolets“, immer mehr  in der automobilen Versenkung  früherer Jahre verschwinden, erfreut man sich in Ingolstadt immer noch an der Kunst, den Frischluft-Liebhabern Außergewöhnliches aus diesem Genre zu bieten. Mögen es diverse TT-Varianten oder auch Limousinen mit reichlich Platzangebot sein.

So wie unser heutiger Testwagen: das S3 Cabriolet mit einem 300 PS starken 2.0 TFSI-Benziner unter der Haube. Wir haben damit sprichwörtliche „Grenz-Erfahrungen“ in der Region und in Luxemburg bis hinauf in die schöne alte Abteistadt Echternach gemacht.

Cabriolets mit „Stoffmütze“ – so zumindest die Meinung vieler Betroffener – machen auch im geschlossenen Zustand einen eher Identitätsbezogenen Eindruck als das mit Hardtop der Fall ist. Unsere Meinung übrigens auch. Eine „Glaubensfrage“ aber auch, deren Wahrheitsgehalt  objektiv nicht zu beantworten ist. Der rasante „Audianer“ jedenfalls macht im azurtiefen Blau einen harmonisch geschnittenen Eindruck, der einen gelungenen Mix aus zurückhaltender Eleganz und sportlicher Wucht vermittelt.

Apropos sportliche Wucht: 300 „Pferde“ aus den zwei Litern Hubraum des direkt einspritzenden Benziners, auf alle vier „Hufe“ (also permanenter Quattro-Antrieb) gebracht, da kommt dann mit diesem 4,43 Meter langen S3 richtig Freude auf. Bevor es losgeht, verkünden von hinten vier Endrohre, dass das Triebwerk bereit ist. Mit sonorem Sound auf die Reise geschickt, sucht sich das S3 Cabrio  kurvige Landstraßen mit viel Geschlängel als  bevorzugte Lust-Passagen.

Die serienmäßige 7Gang S-tronic sorgt für punktgenaue, wahrnehmbare Gangwechsel. Im Gegensatz zu den offenen Modellen höherer Baureihen ist der S3 ein Kurvenräuber. Zwar einer mit Reise-Qualitäten, aber eben vom Fahrwerk her auch etwas anders, betont straffer, ausgelegt. Die Frage ob TT oder S3 bei Audi-Liebhabern wird sich oft am Sitzplatz-Angebot beantworten: zwei oder vier?

Eine Achslastverteilung von 56:44 Prozent ermöglicht zudem ein zügiges Einlenken und Herausbeschleunigen aus den Kurvenradien ohne dabei vorher unbotmäßig viel „lupfen“ zu müssen. Die passiven Sicherheits-Systeme greifen dabei nicht zu früh ein, lassen dem Fahrer (der Fahrerin) jene individuellen Freiheiten, um einen eigenen Fahrstil kreieren und ausleben zu können. Die Lenkung arbeitet präzise und direkt.  In der Summe all dieser Eigenschaften ergibt sich daraus jenes Gefühl, bei dem das offene Fahren seinen Spaßfaktor offeriert.

Bei unserem Testfahrzeug komplettieren Kopfraumheizung vorn (450 Euro), Windschott (320 Euro) vollautomatisches Akustikverdeck (340 Euro @) sowie MMI Navigation plus mit MMI touch (2490 Euro) das offene Vergnügen

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