Brauchtum Große Vorfreude auf den Jahreswechsel

Trier/Bitburg/Wittlich · Von Bleigießen bis Feuerwerk: Zu Silvester gehören viele typischen Rituale. Im Mittelpunkt stehen Familie, Freunde und Feiern.

 Spaß und Geselligkeit zum Jahreswechsel: Viel Genuss und Geselligkeit verspricht ein Fondue.

Spaß und Geselligkeit zum Jahreswechsel: Viel Genuss und Geselligkeit verspricht ein Fondue.

Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu. Für viele Menschen nähert sich ein Tag, der teilweise schon Monate im Voraus geplant wird. Die Rede ist vom Silvesterabend, an dem das neue Jahr 2019 eingeläutet wird. Vorboten des Jahreswechsels haben sich in der Region schon in Form von Werbung für Partys, Sportevents oder Konzerte gezeigt.

Für den Abend des 31. Dezember verabreden sich oft Familien oder Freunde. Auf der Speisekarte stehen für diesen speziellen Anlass zum Beispiel Raclette oder Fondue, etwas, worauf sich viele das ganze Jahr freuen können. Anschließend wird schon vorab gefeiert, oder die Teilnehmer gehen es etwas Traditioneller an.

Da wäre beispielsweise das allseits beliebte Bleigießen, bei dem das in Wasser abgekühlte Blei mit seinen bizzaren Formen die Zukunft deuten soll. Oder das Zusammensitzen vor dem Fernseher, wenn der Sketch „Dinner for one“ nach derselben Prozedur wie jedes Jahr auf allen dritten Programmen der ARD läuft. Die Produktion des NDR aus dem Jahr 1963, die der Sender Sky Arts in diesem Jahr erstmals in England zeigen will, obwohl der Sketch vom englischen Komiker Freddie Frinton aufgeführt wurde, erfreut auch in der Region sowohl die jüngeren, als auch die älteren Zuschauer.

Die Einschaltquoten in Millionenhöhe belegen die Beliebtheit des Klassikers, der auch mehr als 50 Jahre nach seiner Fernsehpremiere zum traditonellen Silvesterprogramm gehört.

Während der Butler James im Fernsehen mit zunehmendem Alkoholpegel die Contenance verliert, werden zu Hause die geplanten Vorsätze für das kommende Jahr diskutiert. Von mehr Sport bis weniger Rauchen ist vieles dabei, wenn es um die guten Absichten für das neue Jahr geht.

Aber das, worauf viele an diesem Abend warten, ist der Jahreswechsel, der traditionell meist draußen verbracht wird. Und das aus gutem Grund. Denn wie jedes Jahr gibt es ein Feuerwerk zu sehen. Ob nun profissionell oder privat: Dem Lichterspektakel und der Klangkulisse ab 0 Uhr kann je nach Standort für bis zu einer Stunde nicht entgangen werden.

Diente das Feuerwerk früher noch dazu, „böse Geister“ zu verjagen, geht es heute vor allem darum, neue Superlative zu finden und die schönsten beziehungsweise größten Feuermuster in den Himmel zu schießen. Währendessen wird die obligatorische Flasche Sekt zum Anstoßen geöffnet, und die Anwesenden wünschen sich ein gutes neues Jahr.

Aber nicht nur die Tausenden Menschen auf den Straßen erfreuen sich jährlich an dem Spektakel. Auch der Handel in der Region profitiert vom großen Silvestergeschäft, das kurz vor dem Jahreswechsel richtig in Fahrt kommt. Alfred Thielen, Geschäftsführer des Handelsverbands Region Trier, erklärt im Gespräch mit Die Woch, dass viele Geschäfte an Silvester zwar traditionell früher schließen. Der Verkauf von Feuerwerkskörpern mache aber dennoch einen großen Anteil am Umsatz zwischen den Feiertagen aus. An Silvester ist es im Gegensatz zu Heiligabend nicht gesetzlich geregelt, dass die Geschäfte um 14 Uhr schließen müssen.

Laut Thielen ergibt sich die Besonderheit des Feuerwerkskaufs vor allem aus der zeitlichen Befristung. In diesem Jahr hat der Verkauf der Knaller und Raketen am 28. Dezember begonnen und dauert bis 31. Dezember.

In der Region profitieren laut dem Handelsexperten insbesondere Lebensmittelmärkte und Discounter von dem Spezialsortiment kurz vor dem Jahreswechsel. Dementsprechend ist der Handel auf den Ansturm vorbereitet, und einem lauten und bunten SIlvester steht nichts im Wege.

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