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Kultur
So ein Theater: „Die Zauberflöte“

Spieglein, Spieglein: Die Inszenierung von Heinz Lukas-Kindermann zeigt die vielschichtigen Perspektiven in Mozarts „Zauberflöte“.
Spieglein, Spieglein: Die Inszenierung von Heinz Lukas-Kindermann zeigt die vielschichtigen Perspektiven in Mozarts „Zauberflöte“. FOTO: TV / Theater Trier
Trier.

Es ist die letzte Oper der aktuellen Spielzeit am Theater Trier: Wolfgang Amadeus Mozarts Klassiker „Die Zauberflöte“. Die Königin der Nacht (Frauke Burg) schickt den jungen Prinzen Tamino (James Elliott) los, ihre Tochter Pamina (Eva Maria Amann) aus den Händen des vermeintlich grausamen Sarastro (Irakli Atanelishvili), Priester des Weisheitstempels und Verwalter des Sonnenkreises, zu befreien. Sie zeigt Tamino ein Bild ihrer Tochter, in das er sich sofort verliebt. Der Vogelfänger Papageno (Bonko Karadjov) soll den Prinzen begleiten. Mit Hilfe der Zauberflöte und eines magischen Glockenspiels begeben sich Tamino und Papageno auf den Weg. Sarastro erlegt Tamino Prüfungen auf, sollte er diese bestehen, könne er Pamina zur Frau nehmen.

Mozart erschafft in seiner Oper eine Welt, die immer ein wenig undurchsichtig, aber auch mehrdeutig bleibt. Dies greift der frühere Trierer Intendant Heinz Lukas-Kindermann in seiner Inszenierung auf. Das Bühnenbild (Heinz Hauser) lässt zudem viele Perspektiven offen und schafft immer wieder erstaunlich neue.

Publikumsliebling dürfte neben den beiden Damen Bonko Karadjov – ebenfalls in seiner letzten Trierer Spielzeit – als Papageno sein, der volkstümlich plump und humorvoll daherkommt.

Es ist zugleich auch die letzte musikalische Leitung im Musiktheater von GMD Victor Puhl, bevor in der kommenden Spielzeit Jochem Hochstenbach seine Nachfolge antritt. Er leitet sein Orchester spielerisch leicht. Und auch gesanglich erreicht das Trierer Ensemble vielfach ein beachtliches Niveau.

  • Weitere Termine: 5., 8., 15., 23., 26., 28. Juni, jeweils 19.30 Uhr, 1. Juli, 16 Uhr. Karten: Theaterkasse, Telefon 0651/718-1818.