„Herr der Ringe“ kommt mit Symphonieorchester und Chor ins Trierer Amphitheater

Amphitheater Open Air : „Herr der Ringe“ kommt mit Symphonieorchester und Chor ins Trierer Amphitheater

Die Welt der Hobbits und Elben aus J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“ kommt mit Symphonieorchester und Chor ins Trierer Amphitheater – Als Solist ist „Pippin“ Billy Boyd dabei.

„Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.“ Fast jeder kennt diese Zeilen, wenn auch nicht unbedingt die komplette Trilogie von „Der Herr der Ringe“, die vor 50 Jahren zum ersten Mal in deutscher Übersetzung erschien (1954/1955 in England). Bekannter ist da die gleichnamige Kinotrilogie von Peter Jackson aus den Jahren 2001 bis 2003. Und deren Musik bietet die Grundlage für ein außergewöhnliches Hörerlebnis.

Denn die fantastische Welt der Hobbits und Elben aus J.R.R. Tolkiens Fantasy-Roman „Der Herr der Ringe“ kommt am Sonntag, 28. Juli, 20 Uhr, als Konzert mit sinfonischem Orchester und Chor ins Amphitheater Trier. Ein mystischer Ort – passend zur mystischen Geschichte.

Dort wird die sagenhafte Welt der Hobbits und Elben musikalisch zum Leben erweckt. Bedrohlich düster wie Sarumans Ork-Brutstätte Isengart, märchenhaft schön wie die Elbensiedlung Bruchtal oder freundlich-heimatlich wie das Auenland der Hobbits – fast 100 Mitwirkende werden das Trierer Amphitheater in diese faszinierenden Schauplätze von Mittelerde verwandeln.

Howard Shore, der die Musik für die Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ komponiert hat, wurde für diese mit einem Oscar ausgezeichnet. Seine Leitmotive lassen wie bereits bei Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ das Publikum spüren, wenn der Ring seine Macht entfaltet und den Träger seiner Macht gnadenlos korrumpiert: eine Parabel, die bestens auch ins heutige Zeitalter passt.

Mit ein Grund, sie mit symphonischem Orchester, Chor und dem Tolkien-Ensemble live zu performen. Zu hören sind die Welterfolge von Oscar-Preisträger Howard Shore, Annie Lennox, Enya und Ed Sheeran.

Aus der Filmtriologie ist Pippin-Darsteller Billy Boyd dabei, der für Peter Jackson „Edge of Night“ in „Herr der Ringe“ sowie „The Last Goodbye“ in „Der Hobbit“ komponiert und gesungen hat. Boyd war ursprünglich nur als Schauspieler von Peter Jackson verpflichtet worden.

Aber eines Nachts sang er in einer Karaoke Bar in Wellington/Neuseeland so beeindruckend, dass ihn die Produzenten fragten, ob er sein Lied für den Film komponieren könne.

„Ich sagte sofort zu“, erinnert sich Boyd. „Ich stellte mir ein keltisches Lied vor, eines bei dem man an Schottland denkt, untermalt mit keltischen Melodien. Ein Lied, wie es mir mein Großvater früher vorgesungen hatte.“ Der Song „Edge of Night“ erblickte auf diese Weise schließlich das Licht der Welt.

„Das Lied ‚The Last Goodbye‘ kam durch Zufall zu mir“, sagt der Schauspieler und Komponist. „Sie fragten mich, ob sie den älteren Song für den Hobbit-Trailer verwenden dürften, und wir entschieden uns dann, einen neuen Song daraus zu machen. Es umfasst alle sechs Filme.“

Zwei Tage später präsentierte Boyd drei selbst komponierte Lieder – einen Tag später wurde die Szene mit seinem Song „Edge of Night“ gedreht. „Unser Komponist Howard Shore liebte es, aber unterlegte es für den Film-Soundtrack mit einem anderen Ton.“

Boyd nahm diese Version des Liedes in den Abbey-Road-Studios auf. „Für mich ein Wahnsinnserlebnis, da ich ein großer Beatles Fan bin.“ Die Konzerte der Open-Air-Tour werden die ersten Auftritte mit diesem Lied seit der Aufnahme sein. „Und das erste Mal, dass ich es für ein Live-Publikum singe.“

Der Herr der Ringe und der Hobbit – Das Konzert“

mit „Pippin“-Darsteller Billy Boyd

Sonntag, 28. Juli, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)

Beim „Herr der Ringe“-Konzert kommen Tolkien-Fans auf ihre Kosten. Foto: Popp Concerts/Veranstalter

Tickets: ab 38,90 Euro

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