Wirtschaft: Hier präsentieren sich die Wirtschaftsmacher

Wirtschaft : Hier präsentieren sich die Wirtschaftsmacher

Die Wirtschaft in der Region hat einiges zu bieten – und das zeigt sie auf drei großen und einigen kleinen Gewerbeausstellungen.

Über neue Produkte informieren, Dienstleistungen und Firmen kennenlernen und sich nebenbei noch unterhalten lassen: Das können Verbraucher bei verschiedenen Gewerbeschauen in der Region. Den Auftakt macht traditionell der Beda-Markt in Bitburg am kommenden Wochenende. Hier ein Überblick über die Veranstaltungen in diesem Jahr.

Beda-Markt, Bitburg

Der Beda-Markt in Bitburg geht am dritten März-Wochenende zum 40. Mal über die Bühne. Die erste Veranstaltung mit diesem Namen war eine Automobil- und Landmaschinenschau. Komfortable Zelte gab es noch nicht. Die Wagen standen unter freiem Himmel auf dem Beda-Platz. Verkaufsgespräche wurden im Wohnwagen geführt.

Daraus hat sich eine der größten Messen für Handel, Handwerk und Landwirtschaft in der Region entwickelt. Mitte der 80er Jahre kam die Handwerkerausstellung dazu, die Landwirtschaftsschau folgte 1992. Danach war der Dreiklang aus Handel, Handwerk, Landwirtschaft komplett und wurde 2013 durch die Gesundheitsmesse in der Stadthalle ergänzt. Inzwischen hat die Bitburger Messe Volksfest-Charakter. Es ist die älteste, bestehende Wirtschaftsschau in der Region. Und die zieht immer bis zu 60 000 Besucher an.

Premiere feiert in diesem Jahr die Frauenmesse in der Stadthalle. „Bei unserer Feedback-Runde wurde deutlich: Es ist Zeit für was Neues“, sagt Evelin Maus, Geschäftsführerin bei TW Wochenspiegel GmbH in Trier, die die Messe ausrichtet. Eine Analyse der Besucher der Gesundheitsmesse habe gezeigt, dass diese hauptsächlich Frauen anzieht. Warum sich dann nicht gleich direkt an diese Zielgruppe wenden? Außerdem: „Eine Frauenmesse gibt es auch sonst in der Region noch nirgendwo“, sagt Maus. Bei der Messe „eff“ – für echt, faszinierend, feminin – präsentieren sich 20 Aussteller aus den Bereichen Mode, Beauty, Wellness, Gesundheit und Vorsorge. Zwar sind ausdrücklich auch Männer bei der Frauenmesse willkommen, aber die zieht es eher in die Automobilausstellung. Für diese bauen die Händler wieder das Zirkuszelt auf dem Beda-Platz auf. „Wir werden einige Verbesserungen vornehmen“, sagt Edgar Bujara, Sprecher der Werbegemeinschaft Autowelt Bitburg. Das Zelt soll besser ausgeleuchtet werden. „Wir haben uns die Kritik vom Vorjahr zu Herzen genommen.“

Bewährt hat sich für Bujara das Streetfood-Festival rund um den Auto-Zirkus, wo an zwei Dutzend Trucks Pizza, Burger & Co. verkauft wurden. Organisator Markus Angel will diesmal beheizte Pavillons aufstellen, damit man auch bei schlechtem Wetter nicht im strömenden Regen oder klirrender Kälte draußen essen muss.

Kälte muss man im Handwerkerzelt nie fürchten. Hier wird es wegen der vielen Besucher eher warm. Die Frequenz liegt laut Rudi Rinnen, Organisator der Ausstellung von der Volksbank Eifel, bei rund 1500 Leuten pro Stunde. Schwerpunkt der Schau ist alles rund um das Thema „Hausbau“.

Die schönsten Kühe laufen zugleich in Fließem auf. Für die Landwirtschaftsschau in und um die neue Auktionshalle haben sich rund 50 Aussteller angekündigt „Wir hoffen, dass das klappt“, sagt Grebener. In jedem Fall gibt es wieder die Kleintier-Ausstellung mit Hühnern, Kaninchen und Schafen. Und zwischen Innenstadt und Landwirtschaftsschau pendelt wie gewohnt ein Shuttle-Service – kostenlos.

Grenzlandschau, Prüm

Mit rund 170 Ausstellern und rund 20 000 Besuchern gehört die Grenzlandschau (GLS) in Prüm zu den traditionsreichsten Handelsmessen der Region. Bereits zum 27. Mal lädt die Stadt Prüm zu der auch international beliebten Ausstellung ein. Neben Händlern und Handwerksbetrieben aus der Eifel und der Region stellen auch wieder Unternehmen aus Belgien und Luxemburg ihre Angebote vor.

Die 27. Grenzlandschau wird am Samstag, 27. April, eröffnet. Sie dauert bis Mittwoch, 1. Mai. Ausgerichtet wird sie wie bisher von der Stadt Prüm. „Wir sind froh, dass der Zuspruch der Aussteller wieder hoch ist“, sagt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy. Das große Einzugsgebiet von etwa 50 Kilometern – sowohl unter den Ausstellern als auch den Besuchern – zeige, so Weinandy, dass die GLS für den gesamten Wirtsschaftsraum weiterhin wichtig sei.

Für die 27. Auflage kehrt die GLS mit einer kleinen Neuerung zu ihren Wurzeln zurück. Bis 2011 wurden Besucher auf dem Ausstellungsgelände in einem eigens errichteten Festzelt begrüßt. „Dort fand immer das Showprogramm statt“, sagt Ausstellungsleiter Georg Sternitzke. Man habe nun beschlossen, das Zelt wieder einzuführen. Mit dabei sein wird übrigens auch wieder der Gewerbeverein Prüm. Die Einzelhändler haben 2017 erstmals vereint mit einem eigenen Stand an der Schau teilgenommen. „Dieser gemeinsame Auftritt kam gut an“, sagt Mathilde Weinandy. „So wird sich der Prümer Handel auch in diesem Jahr wieder in bewährter Form präsentieren.“

Wirtschafts-Woche, Wittlich

Die größte Gewerbeschau der Region ist die Wittlicher Wirtschaftswoche (WWW) vom 14. bis 17. Juni. Das Motto der zehnten Auflage: „Was möchten Sie heute unternehmen?“ Was im Jahr 1991 als kleine Präsentation der Wittlicher Unternehmen begann, hat sich mit fast 240 Ausstellern und mehr als 70 000 Besuchern im Jahr 2015 als eine der größten regionalen Gewerbe- und Industriemessen etabliert. Für die Schau auf einer Fläche von 9000 Quadratmetern – 6300 Quadratmeter davon in den Ausstellungshallen – haben sich bereits 150 Unternehmen angemeldet.

Viele Aussteller kommen aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich, aber es sind auch Unternehmen aus der Region Eifel, Mosel, Hunsrück und sogar aus München dabei. Es wird ein vielfältiges Rahmenprogramm geben, das noch in Arbeit ist. Ein Programmpunkt steht bereits fest: Am Sonntagabend wird das Ensemble Schall und Rauch sein neues Programm „Made in Germany – Echo des Wirtschaftswunders“ im Eventzelt präsentieren.

Im Landkreis Bernkastel-Wittlich gibt es jedoch noch weitere Gewerbeschauen:

Bernkastel-Kues/Mülheim: Keine Gewerbeschau im klassischen Sinn wird es am 6. und 7. April im Gewerbegebiet Mülheim-Andel geben. Rund 90 Betriebe werden sich dann unter dem Motto „Open House“ präsentieren. Die beiden Gewerbevereine Mülheim und Bernkastel-Kues machen es möglich. Die Besonderheit: Die im Gewerbegebiet ansässigen Firmen werden anderen Betrieben Ausstellungsflächen zur Verfügung stellen. Außerdem werden Vereine und Hilfsorganisationen mit von der Partie sein. Beispielsweise wird die Rettungshundestaffel Eifel-Mosel am Sonntag im Autohaus Bach Vorführungen mit Rettungshunden machen. Im Rahmenprogramm gibt es außerdem einen Foodtruck, Kinderkarussell, Marktstände oder ein Kartrennen. Dieses Konzept war bei der ersten Schau 2016 erfolgreich und wurde deshalb beibehalten. In Zukunft soll „Open House“ alle zwei Jahre stattfinden.

Salmtal: Eingebettet in die Feierlichkeiten zu 50 Jahre Salmtal ist auch die Gewerbeschau am Sonntag, 19. Mai, im Salmtal-Center. Sie stellt einen Höhepunkt des Programms dar, zumal die letzte Schau bereits fünf Jahre zurückliegt. Da die erste Auflage 2014 ein voller Erfolg war, beschloss die Gemeinde, die Schau in diesem Jahr erneut zu organisieren. Rund 40 Betriebe werden ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Landscheid: Der Frühjahrsmarkt am 30. und 31. März präsentiert rund 100 Aussteller aus Handel, Handwerk und Gewerbe. Auf Einladung des Handel-Handwerk-Gewerbevereins (HHG) Landscheid werden auf rund 800 Quadratmetern in und um die Eifellandhalle die Aussteller ihre Waren und Dienstleistungen anbieten. Von Gartenartikeln, Werkzeug, Textilien, Stoffen, Korbwaren, Heizungssystemen, Kaminbau, Badausstattung, Schmuck, Uhren bis hin zum Zubehör fürs Auto reicht die Angebotspalette. Für kleinen Besucher wird unter anderem Geschicklichkeitsbaggern angeboten.

Morbach: In Morbach werden sich erst im Herbst Handel und Gewerbe präsentieren: Am 10. Oktober werden in und um die Baldenauhalle Betriebe ihre Waren und Dienstleistungen anbieten. Gleichzeitig wird das Jubiläum des Gewerbe- und Verkehrsvereins Morbach gefeiert. Der besteht seit 70 Jahren, und das soll mit einer Feier im Rahmen der Gewerbeschau gewürdigt werden. Nach Angaben des Gewerbevereins wurden bereits alle Mitgliedsbetriebe angeschrieben, und es gebe auch schon die ersten Rückmeldungen.

Keine Gewerbeschauen gibt es 2019 in Traben-Trarbach, Neumagen-Dhron, Thalfang und im Alftal.

Im Kreis Trier-Saarburg gibt es genau wie im Vulkaneifelkreis in diesem Jahr keine klassische Gewerbeschau. Der Hochwald Gewerbe Verband (HGV) in Hermeskeil richtet 2020 wieder eine Gewerbeschau aus. Bei der jüngsten, 14. Auflage der Schau im April 2017 kamen rund 15 000 Besucher. Mehr als 50 Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Tourismus, Gesundheit, Technik, Bauen, Automobile, Gastronomie und Einzelhandel zeigten ihre Waren und Leistungen in der Hochwaldhalle und der angrenzenden Turnhalle. Die Aussteller stammten nicht nur aus dem direkten Umfeld Hermeskeils, sondern unter anderem auch aus dem Raum Kell am See und dem nördlichen Saarland. Der HGV hatte erstmals selbst die Organisation in die Hand genommen – und das Rahmenprogramm ordentlich aufgefrischt.

In Saarburg gab es bis 2012 eine Gewerbeschau mit zuletzt 75 Ausstellern. Der Saarburger Gewerbeverband (SGV) sagte die geplante zehnte Auflage für 2014 ab, da sich laut Vorstand zu wenige regionale Unternehmen an der Messe beteiligen wollten. Dennoch ist der SGV sehr aktiv. In diesem Jahr stehen zum Beispiel an: verkaufsoffener Sonntag Saarburger Frühling (14. April), Tag Luxemburg (24. Juni), Saarburger Markttage (5. bis 7. Juli), Aktionstag Maria Himmelfahrt (15. August), Saarburger Goldener Oktober (13. Oktober), Halloween Nacht Shopping (25. Oktober) und Saarburger Nussknackersonntag (10. November).

Auch in Konz gibt es keine klassischen Gewerbeschauen. Die erlaubte Zahl der verkaufsoffenen Sonntage schöpft die Stadt aber aus. In diesem Jahr stehen noch drei Termine aus: 12. Mai, 8. September und 10. November. Die verkaufsoffenen Sonntage im Mai und September werden laut Konzer Stadt-Marketing aufwendiger beworben, da dort mehr Geschäfte beteiligt sind und ein buntes Rahmenprogramm geplant ist.

Immer ein Highlight beim Beda-Markt: die Versteigerung in der Auktionshalle in Fließem. Foto: klaus kimmling (kik), klaus kimmling
Eine der traditionsreichsten Handelsmessen der Region: die Grenzlandschau in Prüm. Foto: klaus kimmling (kik), klaus kimm

Stadt und Gewerbeverband Schweich setzten ebenfalls auf verkaufsoffene Sonntage in Verbindung mit attraktiven Märkten. Zum Vormerken: 31. März (mit Oster-Kreativ-Markt), 5. Mai, 3. November.

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