1. Die Woch
  2. Trier

Trier: Je kleiner, desto feiner

Trier : Je kleiner, desto feiner

Von Rebecca Schaal

Wer hätte das gedacht: Von vormittags, 11 Uhr, bis zum nächsten Morgen könnten sich Musikinteressierte in Trier amüsieren – wenn denn die Kondition reicht.

Zur klassischen Frühschoppenzeit, nämlich 11 Uhr, lädt das Café Mohrenkopf regelmäßig auf den Markusberg ein.

Dann steht aber nicht, wie früher auf der Kirmes, Blasmusik auf dem Programm. Vielmehr starten die oft zahlreichen Zuhörer mit Jazz oder deutscher Songschreiber-Musik in den Sonntag – und zwar mit lokalen Künstlern wie Achim Weinzen, Rolf Mayer oder der Running Wild Jazz Band (weitere Infos: www.cafe-mohrenkopf-trier.de)

Bar-Atmosphäre, gedämpftes LIcht: Wer auf Jazz steht, der sollte auch regelmäßig einen Blick auf die Veranstaltungen im Brunnenhof werfen. Von Oktober bis April wird dort in der Reihe Ruby’s Off Zone Jazz und improvisierte Musik von deutschen und internationalen Ensembles präsentiert. Die Auswahl der Künstler obliegt dem Pianisten Georg Ruby.

Richtig gute Live-Erlebnisse bietet der Trierer Ralph Brauner in Brauner’s Blues Corner, wenn er mit monatlich wechselnden Gästen dem Blues huldigt.

Singer-Songwriter werden von Marco Gruben und seinem Team sonntags regelmäßig zur „Tea Time“ gebeten, wenn der Tag langsam in den Abend gleitet (www.brunnenhof-trier.com).

Eine richtig tolle Atmosphäre – und das ist schon lange nicht mehr als Geheimtipp zu bezeichnen – bietet auch das Kasino Kornmarkt. Wer zwischen schweren Vorhängen und majestätischem Kronleuchter glaubt, Geschichte einatmen zu können, der hat sogar recht: Schon Karl Marx soll dort mit Jenny getanzt haben. Etwas ungezwungener geht’s trotz des nach wie vor beeindruckenden Ambientes heute aber schon zu, wenn dort Partys gefeiert oder Theaterstücke aufgeführt werden.

Große Pläne haben die Betreiber für die Zeit nach dem Sommer, wenn’s die Menschen wieder nach drinnen zieht: Dann präsentiert das Kasino einmal im Monat an einem Mittwoch die „Kasino Sessions“.

Die Band Dynamite Funk, über die Region hinaus bekannt für ihren Sound, wird dabei die Rolle übernehmen, als Gastgeber die Menge zum Grooven zu bringen. Unterstützt wird sie dabei immer von bekannten Solo-Sängern und Gastmusikern. „Auf die Kasino Sessions freue ich mich besonders“, verrät Dominique Koch, der dem Kasino mit der Agentur Goldener Stern bei der Umsetzung von Veranstaltungen hilft (www.kasino-kornmarkt.de).

Der Mergener Hof kann bisweilen mit bekannten Namen punkten: So dürfte Entertainer Bernd Begemann, der dort am 23. April gemeinsam mit Kai Dorenkamp auftritt, Fans anziehen.

Das gilt auch für den viel beachteten Rapper Curse, der im Oktober in den Mergener Hof nach Trier kommt – aber keine Sorge, das ist einer von den Guten mit niveauvollen und tiefgründen Texten (er hat auch noch keinen Echo gewonnen). Wenn Curse nicht rappt, heißt er Michael Kurth und schreibt und spricht über Buddhismus, Meditation und Persönlichkeitsentwicklung (www.mjctrier.de).

Und dann wäre da noch das Front of House – eine Konzertlocation in der Konzertlocation, könnte man sagen, denn das FOH gehört zur Arena Trier, bietet kleine, aber feine Konzerte und Partys an und ist mittlerweile weit mehr als die Sportsbar, die es früher war. Ausgewählt werden die Veranstaltungen von Michael Schömer.

Singer/Songwriter wie Nico Mono treten sonntagsnachmittags im Brunnenhof auf. Foto: TV/Rebecca Schaal
Die Running Wild Jazz Band spielt regelmäßig beim Jazz-Frühschoppen im Café Mohrenkopf auf. Foto: Trierischer Volksfreund/Running Wild Jazzband

Einzigartig in Trier und Umgebung: Beim Format „Karaoke till Death“ können Hobbysänger mit einer Liveband auftreten und dem Publikum Hits aus Rock, Punk und Metal entgegenschmettern (www.arena-trier.de).