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Trier/Region
Junge Aale für Mosel und Saar

Mitarbeiter der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord haben junge Aale in Mosel und Saar ausgesetzt.
Mitarbeiter der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord haben junge Aale in Mosel und Saar ausgesetzt. FOTO: SGD Nord
Trier/Region. Mitarbeiter der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord haben im Juni und Juli mit Hilfe von Berufsfischern Aale in die Mosel und die Saar ausgesetzt. Damit sollen die zurückgehenden Aalbestände stabilisiert und deren natürliche Reproduktion unterstützt werden.

An geeigneten Stellen wurden die zehn Gramm leichten und etwa zehn bis elf Zentimeter großen Aale vom Boot aus mit einem Kescher in die Mosel und die Saar eingesetzt. Ideal sind Steinschüttungen, in denen die Aale sofort Unterschlupf vor Fressfeinden finden können.

Der Jungaalbesatz fand im Rahmen der „Aalschutzinitiative Mosel“ statt. Die im Jahr 1995 begründete Kooperation mit der Innogy SE als Betreiberin der Wasserkraftanlagen an Mosel und Saar sucht unter Beteiligung wissenschaftlicher Institutionen nach Möglichkeiten, die Fischschäden zu minimieren und den Aalbestand der Mosel unter Berücksichtigung der ökonomischen Rahmenbedingungen der Wasserkraft zu stärken.

Bereits im Juni wurden 60 000 junge Aale in den Rhein eingesetzt. Besatzmaßnahmen wie diese zeigen inzwischen ihre Wirkung. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Fischarten, die es früher in Mosel und Saar gab und die dann jahrelang verschwunden waren, wieder vorhanden.

Der europäische Aal ist ein Wanderfisch, der einen Großteil seines Lebens im Süßwasser verbringt und kurz vor der Geschlechtsreife vom Süßwasser ins Salzwasser wandert. Er muss zum Erreichen seiner ursprünglichen Fortpflanzungsgebiete in der Sargassosee eine sehr große Distanz vom Rhein über die Nordsee überwinden.

Sobald die jungen Aale geschlüpft sind, wandern sie über den Golfstrom wieder in Richtung europäischer Küste und nach einer Umstellung von Salzwasser auf Süßwasser in den Brackwasserbereichen die großen europäischen Ströme der Nordsee flussaufwärts.

  • Weitere Informationen: sgdnord.rlp.de/de/wasser-und-abfall/wasser/fischerei/aalschutzinitiative-mosel