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Wirtschaft
Leicht optimistische Aussichten bei regionalen Unternehmen

Die regionalen Betriebe sehen positiv in die Zukunft.
Die regionalen Betriebe sehen positiv in die Zukunft. FOTO: picture alliance / dpa / Daniel Reinhardt
Trier/Region. „Der Konjunkturaufschwung in der Region Trier hat sich auch über den Sommer hinweg fortgesetzt“, sagt Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer mit Blick auf die Daten der aktuellen Konjunkturumfrage.

„Die regionalen Unternehmen gehen von einem weiterhin stabilen Wachstum aus. Wir sind für das Gesamtjahr 2018 optimistisch gestimmt.“

56 Prozent der befragten Unternehmen berichten von einer guten, weitere 38 Prozent von einer befriedigenden und nur sechs Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Rund die Hälfte der Betriebe hat in den vergangenen zwölf Monaten die Umsätze gesteigert, weniger als jeder zehnte verzeichnete hier Rückgänge.

Nach der IHK-Umfrage, an der sich etwa 180 regionale Unternehmen mit mehr als 20 000 Beschäftigten beteiligt haben, ist das Konjunkturklima in allen drei großen Branchen, Industrie, Handel und Dienstleistungssektor, aktuell sehr positiv. Allerdings wird der Spitzenwert vom Frühjahr nicht mehr erreicht. Damals hatten sogar 63 Prozent der Betriebe von guten Geschäften gesprochen und nur vier Prozent von schlechten. 

Die Aussichten für die kommenden zwölf Monate fallen leicht optimistisch aus. 19 Prozent der Unternehmen erwarten bessere, 72 Prozent gleich bleibende und neun Prozent schlechtere Geschäfte. Damit dürfte sich das Wachstum der regionalen Wirtschaft fortsetzen, aber voraussichtlich in einem etwas moderateren Tempo als bisher. Im Frühjahr lag das Verhältnis von Optimisten zu Pessimisten noch bei 25 zu 7 Prozent.

Die deutlich expansiven Investitions- und Beschäftigungsplanungen für die kommenden zwölf Monate sind ein Signal dafür, dass es weiter bergauf gehen wird“, prognostiziert IHK-Chefvolkswirt Matthias Schmitt. Ganz sorgenfrei sind die Firmen aber nicht. „Mittlerweile klagen drei von vier Befragten, dass der Fachkräftemangel für ihre wirtschaftliche Entwicklung ein erhebliches Risiko darstellt. Das ist deutlich mehr als bei allen anderen abgefragten Risikofaktoren“, sagt Schmitt. „Der Fachkräftemangel ist für unsere Region mittlerweile ein Wachstumshemmnis.“

Die Unternehmen des Industriesektors, dem für die wirtschaftliche Entwicklung oft eine Vorreiterrolle zukommt, berichten von hervorragenden Geschäften, gehen aber nicht von einer Wachstumsbeschleunigung im weiteren Jahresverlauf aus. Für eine Fortsetzung der soliden Industriekonjunktur sprechen die überdurchschnittlichen Kapazitätsauslastungsgrade und Auftragsbestände. Zudem berichten 45 Prozent der regionalen Industriebetriebe von steigenden und nur acht Prozent von rückläufigen Ordereingängen in den vergangenen drei Monaten.

Auch die Exporterwartungen sind laut IHK – trotz zunehmender weltwirtschaftlicher Unwägbarkeiten – mit einem deutlichen Pluszeichen versehen: 30 Prozent Optimisten stehen neun Prozent Pessimisten gegenüber.

Schmitt: „Manchen Unkenrufen auf globaler und nationaler Ebene zum Trotz präsentiert sich die regionale Wirtschaft weiterhin in einer robusten Verfassung. Dicke Auftragspolster, niedrige Arbeitslosigkeit, eine intakte Binnennachfrage und hohe Investitionsneigung sowie die gute Baukonjunktur sprechen für eine Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs in der Region.“