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Mauerfall, Mondlandung und der Zweite Weltkrieg jähren sich in diesem Jahr.

Jahrestage : Mauerfall, Mondlandung und der Zweite Weltkrieg

Sie alle verbindet eine Zahl. Und sie alle feiern in diesem Jahr Jubiläum. Die Woch blickt auf wichtige Momente der Zeitgeschichte – in Deutschland, der Welt und der Region.

Die Neun. Eigentlich nur eine Zahl. Doch ist sie das wirklich? Das könnte man zumindest infrage stellen, wenn man wichtige Jubiläen und Jahrestage betrachtet. Denn Jahre, die auf eine Neun enden, haben den Nimbus, dass in ihnen ganz spezielle Dinge geschehen. Ob das auch 2019 so sein wird, ist ungewiss. Was wir tun können, ist zurückblicken auf Ereignisse, die nicht nur Deutschland, sondern auch die Welt verändert haben. Einige waren gut, andere sorgten für den Tod von Millionen Menschen. Doch eines waren sie alle: historisch.

Auf der Liste der Jahrestage ist einer besonders verheerend: der 1. September 1939. An diesem Tag überfiel die deutsche Wehrmacht ohne vorherige Kriegserklärung Polen. Mit dem Satz „Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen“, gab Reichskanzler Adolf Hitler den Angriff als einen Verteidigungsschlag aus. Er behauptete, dass Polen vorher den deutschen Sender Gleiwitz angegriffen habe. Dieser Angriff wurde jedoch von der SS inszeniert. Frankreich und Großbritannien forderten daraufhin, dass sich die deutschen Truppen innerhalb von zwei Tagen zurückziehen. Hitler ließ die Frist verstreichen. Es begann ein Krieg, der in sechs Jahren etwa 60 Millionen Menschenleben forderte.

Zehn Jahre später wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Die Gründung begann mit der Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 durch den damaligen Präsidenten des parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer. Anschließend fand am 14. August die erste Wahl zum Deutschen Bundestag statt, der sich ebenso wie der Bundesrat am 7. September 1949 in Bonn konstituierte. Erster Bundeskanzler wurde besagter Konrad Adenauer, erster Bundespräsident Theodor Heuss.

Nicht alle besonderen Daten spielten sich auf der Erde ab. Nehmen wir etwa das Jahr 1969. Genau genommen den 21. Juli jenes Jahres. Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond, der Ausspruch „Ein kleiner Schritt für den Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit“ wird zur Legende. Der US-Amerikaner beschreibt die Oberfläche damals als „fein wie Puder“, und 500 Millionen Menschen verfolgen seine Schritte an den Fernsehschirmen.

Das Ereignis, das den meisten noch am meisten präsent sein dürfte, ist der Mauerfall. 30 Jahre ist dieser am 9. November her. Dabei sollte die Mauer nicht an diesem Tag, sondern erst am 10. November fallen. Doch Günter Schabowski, zuständig für das Politbüro der Sozialistischen Einheitspartei (SED), hatte vor der Pressekonferenz den Entwurf der neuen Reiseregelung für die DDR in die Hand gedrückt bekommen. Als die Presse dann kurz vor 19 Uhr Fragen zur Reiseregelung stellte, teilte Schabowski mit, was auf diesem Entwurf steht. Dort stand drauf, dass die Bürger der DDR sofortiges Reise- und Ausreiserecht besaßen. Er weiß aber zu diesem Zeitpunkt nicht, dass der Entwurf noch gar nicht in Kraft gesetzt worden war. Die Öffnung der Grenze entwickelte sich zur Voraussetzung für die deutsch-deutsche Wiedervereinigung.

Die Neun. Eine Zahl, die weltweite Ereignisse verfolgt wie keine zweite. Doch wie sieht das in der Region aus? Auch dort jähren sich in diesem Jahr viele Ereignisse, deren Folgen wir noch heute spüren. Welche, findet ihr hier.