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Trier
Neues Zuhause für die Müllabfuhr

Der Fuhrpark des ART wird nach Mertesdorf ans Entsorgungs- und Verwertungszentrum verlegt.
Der Fuhrpark des ART wird nach Mertesdorf ans Entsorgungs- und Verwertungszentrum verlegt. FOTO: A.R.T
Trier. Die 40 Sammel- und Transportfahrzeuge des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Trier (ART) bekommen in Mertesdorf ein neues Zuhause. Die Verbandsversammlung hat über die zukünftigen Standorte für Verwaltung und Logistik entschieden.

Die heute neben der Logistikabteilung ebenfalls in der Löwenbrückener Straße beheimatete Verwaltung des ART wird am Standort des Kundenzentrums in der Metternichstraße in Trier zusammengelegt.

Grund für diese Entscheidungen ist, dass der innerstädtische Standort in der Löwenbrückener Straße mittelfristig dem ART nicht mehr zur Verfügung stehen wird, da die Stadt Trier auf diesem Gelände ein neues Baugebiet plant.

„Wir haben unterschiedliche Optionen für eine Neuansiedlung eingehend geprüft“, sagt Max Monzel, Verbandsdirektor des ART. „Die Möglichkeit, mit der Stadt Trier einen neuen Standort gemeinsam in der Metternichstraße zu entwickeln, musste verworfen werden, so dass sich ein Neubau in Mertesdorf und die Zusammenlegung der Verwaltung am neuen Standort in Trier als geeignete Alternative anbot.“

Das Entsorgungs- und Verwertungszentrum (EVZ) in Mertesdorf ist schon heute ein bedeutender Standort für die regionale Abfallentsorgung. Dort werden die Abfälle von mehr als 530 000 Menschen zusammengeführt und in einer Abfallaufbereitungsanlage verwertet. Die Ansiedlung des Fuhrparks an diesem Ort ist aus wirtschaftlichen und praktischen Erwägungen somit eine logische Konsequenz.

Durch die Lage des EVZ an der L 151 mit unmittelbarer Anbindung an die Autobahn ist die Erreichbarkeit deutlich besser als die des bisherigen Standorts in der Trierer Innenstadt. Nach dem Entladen der Fahrzeuge entfallen zusätzliche Leerfahrten, da die Fahrzeuge auf dem Gelände des EVZ verbleiben können. Das dadurch verringerte Verkehrsaufkommen durch LKW in der Stadt Trier ist ein weiterer Pluspunkt für die Standortentscheidung.

Die Planung des Neubaus soll möglichst noch in diesem Jahr zu abgeschlossen werden. Ein entsprechender Architekturwettbewerb wurde im Sommer diesen Jahres abgeschlossen. Der beste Entwurf wurde von dem luxemburgischen Architekturbüro Jim Clemes, Esch, vorgelegt und prämiert. Bei den aktuell anstehenden Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen im Eingangsbereich des EVZ werden die neuen Anforderungen bereits berücksichtigt.

Das Kundenzentrum sowie der Wertstoffhof in der Metternichstraße in Trier-Nord bleiben unverändert bestehen.

Im Anschluss an die einstimmige Entscheidung der Verbandsversammlung des ART hat die Verbandsleitung die Ratsmitglieder der umliegenden Gemeinden nach Mertesdorf ins EVZ eingeladen, um sich vor Ort selbst ein Bild von den geplanten Baumaßnahmen machen zu können. Die Beschäftigten des Zweckverbands wurden ebenfalls zeitnah über die Entscheidungen informiert; die Arbeitnehmervertretung hatte bereits im Vorfeld ihre Zustimmung zum Umzug signalisiert.

Ratsmitglieder der Gemeinden Mertesdorf, Kasel und Longuich beim Ortstermin im EVZ Mertesdorf
Ratsmitglieder der Gemeinden Mertesdorf, Kasel und Longuich beim Ortstermin im EVZ Mertesdorf FOTO: ART