Theater: So ein Theater: „Piaf“

Theater : So ein Theater: „Piaf“

Vor über 100 Jahren, am 19. Dezember 1915, wurde in Paris Edith Giovanna Gassion geboren, die Jahre später als die Sängerin Edith Piaf zu Weltruhm gelangte. Ihre Herkunft aus einem gewalttätigen Milieu konnte sie nie verleugnen, und ihre Lieder spiegelten immer wieder die großen Tragödien ihres Lebens wider.

Die britische Autorin Pam Gems hat den Mythos „Piaf“ für die Bühne bearbeitet und zeichnet in ihrem gleichnamigen Stück das Porträt der ungewöhnlichen Frau, der einzigartigen Künstlerin und ihrer grandiosen Chansons, für die sie noch heute geliebt wird: „La vie en rose“, „L’accordéoniste“, „Mi lord“ und natürlich „Non, je ne regrette rien“.

Edith wuchs bei den Großmüttern auf und zog später mit ihrem Vater, einem Straßenakrobaten, durch Frankreichs Straßen. Sie sang in Clubs, Kasernen und Hinterhöfen, bis sie 1935 von Louis Leplée, dem Besitzer eines Revuetheaters auf dem Montmartre, entdeckt wurde. Er engagierte sie und gab ihr den Künstlernamen „La môme Piaf“ („die Spatzen-Göre“), ab 1936 nannte sie sich Edith Piaf. Ihre Karriere erlitt durch den Mord an Leplée 1936 einen heftigen Rückschlag. Die Begegnung mit Raymond Asso war ausschlaggebend für ihre weitere Laufbahn. Nun begann ihr wirklich triumphaler Aufstieg als „die Piaf“. Es begann aber auch das Lebensdrama aus Leidenschaft und zerstörerischen Liebesgeschichten, aus dem permanenten Wechselbad von Licht und Schatten.

Edith Piaf wird im Theater Trier in der Inszenierung Ulf Dietrichs gespielt und gesungen von Vasiliki Roussi, die mit dieser Rolle bereits am Theater Lübeck, am Theater Thüringen sowie am Alten Schauspielhaus in Stuttgart viele Tausende Zuschauer begeisterte. In weiteren Rollen: Martin Geisen, Paul Hess, Michael Hiller, Robin Jentys, Dimetrio-Giovanni Rupp, Stephanie Theiß, Marsha Zimmermann.

(red)/Foto: Marco Piecuch

Weitere Termine: 23. November, 18., 19. Dezember, jeweils 19.30 Uhr, 30. Dezember, 18 Uhr

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