So gelingt der Start ins neue Schuljahr

i-Dötzchen : So gelingt der Start ins neue Schuljahr

Viele Erwachsene schauen mit Freude auf ihre Schulzeit zurück. Damit das auch ihre Kinder können, gilt es, diese prägende Phase des Lebens möglichst sicher und angenehm zu gestalten.

Die Sommerferien in Rheinland Pfalz enden am 9. August. Für die Schüler der Region Trier beginnt ein neues Schuljahr voller neuer Erlebnisse und Herausforderungen. Für manche von ihnen startet durch die Einschulung in die Grundschule oder den Wechsel zur weiterführenden Schule aber nicht nur ein neues Schuljahr, sondern eine neue Lebensphase.

Der Beginn dieser Lebensphase stellt Eltern und Schüler vor ganz neue Aufgaben und Probleme. Relativ einfache Fragen wie die, welche Geschenke in die Schultüte kommen, welche Bücher die Schüler brauchen oder wie man die Qualität der Schulranzen beurteilt, können meist recht schnell durch die Schule oder gute Internetratgeber beantwortet werden. Andere Probleme stellen Eltern, Schüler und auch die lokale Politik vor größere Herausforderungen.

Der Wunsch nach einem sicheren Schulweg für die Schützlinge ist eine davon. Nach Paragraf 69 des rheinland-pfälzischen Schulgesetzes wird nur eine Karte für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erstattet oder ein gesonderter Schulbus eingerichtet, wenn der kürzeste „nicht besonders gefährliche“ Fußweg bis zur Grundschule mehr als zwei Kilometer und zur weiterführenden Schule mindestens Kilometer beträgt.

Oft beurteilen Eltern die Gefährlichkeit des Schulweges anders, als die hohen Anforderungen, die das Landeschulgesetz ansetzt, es zulassen. So lehnte der Kreis Bernkastel-Wittlich dieses Jahr das Begehren einer Elterninitiative aus Traben-Trarbach auf Übernahme der Fahrtkosten für den Schulweg ab, da der nach den Vorgaben des Landesschulgesetz nicht als gefährlich eingestuft wurde. Das kann zu einem Rechtsstreit führen, wie es zum Beispiel in Konz-Könen der Fall war. In den meisten Fällen gehen die resignierten Eltern aber dazu über, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren. Solche „Elterntaxis“ führen gerade bei engen Straßen vor der Schule allerdings zu neuen Sicherheitsrisiken.

Wenn der Zögling dann die jeweilige Schule sicher erreicht und sie eine Zeit lang besucht hat, muss oft die Frage nach dem Maß des Leistungsdrucks gestellt werden, die eng mit dem persönlichen Glück der Kinder und Jugendlichen zusammenhängt. Das zu erhalten und gleichzeitig aufs Leben vorzubereiten, ist aktuell die wohl größte Herausforderung für Eltern und Schule.

Aus einer Datenerhebung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) aus dem Jahr 2017 unter rund 230 000 Versicherten zwischen sechs und 18 Jahren geht hervor, dass psychische Erkrankungen unter anderem aufgrund von Stress und Leistungsdruck in dieser Gruppe stark zunehmen. Circa 26 500 der 6- bis 18-Jährigen sind betroffen. Hochgerechnet auf ganz Deutschland wären das laut der KKH in etwa 1,1 Millionen Betroffene.

Die Kinder und Jugendlichen haben Kopfschmerzen und Magenprobleme, ohne an einer organischen Krankheit zu leiden. Dieser Krankheitsweg endet für die Schüler oft in „Burnout“ und Depression.

Sicherheit, Glück und Gesundheit sind wichtige Grundpfeiler, um eine angenehme Schulzeit zu erleben, auf die man später als Erwachsener nostalgisch zurückschauen kann.

Für die Sicherheit auf dem Schulweg hat die Grundschule im Ortsbezirk Trier-Feyen ein Pilotprojekt gestartet, das Vorbildfunktion haben könnte. Um psychologischen Problemen vorzubeugen beziehungsweise darauf zu reagieren, gibt es Präventionsmaßnahmen und Handlungsstrategien.

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