1. Trier

Unsere Vereine: Sportkegelverein Trier – eine Erfolgsgeschichte

Unsere Vereine : Sportkegelverein Trier – eine Erfolgsgeschichte

Es begann alles im Januar 1957. Der Kegelbahnbauer Matthias Schweitzer gründete den Kegelsportclub (KSC) Trier. Weitere Gründungsmitglieder waren Herbert Schweitzer, Theo Krein, Peter Dany, Günter Dier und Walter Koch.

Von Anfang an dabei waren auch Klaus Willems und Johann Schäfer. Gekegelt wurde zunächst auf den Bahnen des Gasthaus Minnebeck in Euren, im Gasthaus Schaaf in Igel oder für Meisterschaften auf der Vier-Bahn-Anlage im Katholischen Bürgerverein. Damals gab es noch keine vollautomatischen Kegelbahnen. Wollte man Wettkämpfe austragen, oder einfach nur gesellig kegeln, brauchte man Kegeljungen, die die Kegel wieder aufstellten und die Kugeln zurücklaufen ließen. Bis 1967/68 war die Mitgliederzahl schon stark angewachsen, so dass aus dem Kegelsportclub der Sportkegelverein (SKV) Trier mit eigener Satzung und Eintrag ins Vereinsregister wurde. Nun konnten auch die Träume von einer eigenen Kegelsporthalle in Angriff genommen werden.

Vereinseigene Kegelhalle

Nachdem man zuerst eine Vierbahnanlage plante, kam man später aufgrund der rasanten Vereinsentwicklung zu der Erkenntnis, dass eine Achtbahnanlage erforderlich sei. Nach vielen Schwierigkeiten während der Planungs- und Finanzierungsphase konnte dann Ende 1977 die offizielle Eröffnungsfeier der Kegelsporthalle Heiligkreuz stattfinden. Die Finanzierung war ein Kraftakt für den Verein (der Bau der Halle kostete 1,5 Millionen DM), der nur durch Fördergelder des Landes, durch Unterstützung zahlreicher Sponsoren und durch Spenden von Vereinsmitgliedern gestemmt werden konnte. Ein nächster bedeutender Schritt für die Entwicklung des Vereins war im Jahr 2004 die Entscheidung zusätzlich zu den acht Kegelbahnen vier Bowlingbahnen zu verlegen. Auch dieses Projekt war nur durch den enormen Fleiß und den Zusammenhalt der Mitglieder zu bewältigen.

Auf acht Kegelbahnen können sich die Kegelfreunde messen. Foto: Peter Neumeyer

Sportlich erfolgreich

Auf sportlicher Seite war der Sportkegelverein von den 1960-er Jahren an äußerst erfolgreich. Eine Vielzahl von nationalen und internationalen Titeln, bis hin zu WM-Titeln, konnten sich die Aktiven des SKV Trier bisher erkegeln.

Die erste Mannschaft des SKV spielt in der 2. Bundesliga und hat die aktuelle Saison auf Platz sechs beendet: Peter Clemens, Engelbert Poth, Daniel Klink, Klaus Schmitt, Jürgen Reinert und Manfred Göbel (v. l.). Die Stammspieler Luca Wolter und Damien Backes fehlen. Foto: Peter Neumeyer

Aktuell hat der Verein einhundert Mitglieder, die international aufgestellt sind. Denn zehn Luxemburger und ein Sportkegler aus Belgien spielen in den sieben Mannschaften, die für den SKV am Spielbetrieb teilnehmen. Aushängeschild des SKV Trier ist die erste Mannschaft, die zur Zeit in der 2. Bundesliga spielt. Auch die SG Schöndorf/Saarburg trägt mit ihren zwei Mannschaften die Heimspiele in der Kegelsporthalle Heiligkreuz aus.

Ausrichter vieler Meisterschaften

Der SKV Trier hat sich zudem bis heute einen sehr guten Namen gemacht, was die Ausrichtung von regionalen und überregionalen Meisterschaften angeht. Viele nationale und internationale Titelkämpfe haben schon in Trier-Heiligkreuz stattgefunden. Mit der vereinseigenen Halle und der Acht-Bahnen-Anlage hat man beim SKV beinahe ein Alleinstellungsmerkmal in Rheinland-Pfalz, denn nur in Morbach gibt es eine weitere Halle, in der acht Scherekegelbahnen verlegt sind. Um die Auslastung der Halle ist der Verein immer bemüht. Hobbykegelclubs, Kindergeburtstage, Meisterschaften und Punktspiele sorgen für Betrieb auf den Kegel- und Bowlingbahnen. Auch zwei Dartclubs tragen hier mittlerweile ihre Trainingsabende und Meisterschaftsspiele aus.

Integration wird gelebt

Integration ist ein Ziel, das sich der Verein auf die Fahnen geschrieben hat. Fünf junge Erwachsene mit Handicap sind seit fünf Jahren in das Training der Jugend integriert. Die Gruppe hat schon zahlreiche Medaillen und Titel bei Behindertenmeisterschaften gewonnen. Am erfolgreichsten ist bisher der 22-Jährige Georg Lorenz, der dreimal in Folge den DM-Titel im Einzel gewonnen hat. Um diese Trainingsgruppe kümmern sich beim SKV zwei Trainer und weitere Betreuer.

Die Inklusionsgruppe: (v. l.) Trainer Daniel Klink, Alba Große-Boyman, Georg Lorenz, Danny Ansbach, Lukas Leinen und Trainer Engelbert Poth. Es fehlt Malte Rothengass. Foto: Peter Neumeyer

Kosten lasten auf dem Verein

Problematisch sind seit jeher die Kosten für die Instandhaltung der vereinseigenen Halle. Deshalb wird sich intensiv um Sponsoren- und Fördergelder bemüht. Mit der Dachrenovierung steht schon die nächste große Maßnahme an. Vorsitzender Hans-Jürgen Föhr: „Ohne die Unterstützung unserer Sponsoren und die Mitarbeit der Mitglieder wäre die Unterhaltung der Halle und damit auch der Spielbetrieb nicht aufrecht zu erhalten. Es wäre sehr schade, wenn uns das irgendwann nicht mehr möglich wäre. Der Verein, der jetzt im 63. Jahr besteht, und die Halle sind absolut erhaltenswert.“