Global Wellness Day: Wellness – was genau ist das eigentlich?

Global Wellness Day : Wellness – was genau ist das eigentlich?

Manchmal benutzen wir Begriffe, ohne wirklich darüber nachzudenken, was sie bedeuten. So ist das auch bei Wellness. Denn diese ist eigentlich sehr vielseitig.

Wellness. Ein Begriff, der geprägt ist. Positiv geprägt, aber geprägt. Denn wenn wir dieses Wort hören, dann denken wir an Sauna, Massagen, Peelings und am See liegen. Doch ist wirklich nur das Wellness? Nein, denn ganz so einfach und eindimensional ist der Begriff und seine Bedeutung nicht.

Um die richtige Bedeutung eines Begriffes herauszufinden schaut man wohin? Genau, in den Duden. „Durch (leichte) körperliche Betätigung erzieltes Wohlbefinden“, heißt es da. Aha, da haben wir schon den ersten Widerspruch. Denn genaugenommen würde das reine Herumliegen dann schon nicht mehr unter den Begriff Wellness fallen. Und Sauna auch nicht. Obwohl, da muss man ja auch hingehen. Ganz leicht betätigt man sich also schon. Ach, das ist doch viel zu kompliziert. Wo fängt Betätigung an, wo hört sie auf?

Schauen wir doch mal, wo der Begriff eigentlich herkommt. Und auch, wenn der Begriff oftmals neu und jung klingt, hat er schon eine Menge Jahre auf dem Buckel. 1654 erwähnte Sir A. Johnson in einer Monographie erstmals den Begriff „wealnesse“, das übersetzt so viel bedeuten würde wie „gute Gesundheit“. Das bedeutete also, dass Wellness sich überwiegend darauf konzentriert, nicht krank zu sein. Immer noch sehr ungenau. Das dachte sich auch die Weltgesundheitsorganisation im Jahre 1956 und definierte den Begriff als „physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden“. Daraus resultiert, dass sich nicht mehr nur auf die Beseitigung von Krankheiten konzentriert wurde, sondern das Wohlbefinden einen wichtigeren Fokus fand. Das ist also die wissenschaftliche Betrachtung.

Doch für uns ist dann doch die alltägliche wichtiger – und die unterscheidet sich.

Im alltäglichen Gebrauch wird Wellness eher mit einer passiven Form der Entspannung gleichgesetzt und ruft bei den Menschen emotionale Bilder hervor. Zum Beispiel Urlaub. Kennt das nicht jeder, dass man, wenn man entspannt ist, sofort an den letzten Urlaub denkt? Oder dass man sich, umgekehrt, vorstellt man sei am Strand, um zu entspannen? Aktives Handeln verbinden wir eher seltener mit Wellness, obwohl es, wie wir oben gelernt haben, genaugenommen auch dazugehört. Wellness kann sehr verschieden sein. Dazu zählen bewusste Ernährung, Meditation, Yoga, Sauna, Massage, aber auch der bewusste Umgang mit der Natur und Genussmitteln.

Und dann ist da noch eine andere, besonders für die Wellnessoasen wichtige Bedeutung: die wirtschaftliche. Denn, ohne Sie enttäuschen zu wollen, müssen wir uns eingestehen: Die eröffnen keinen Saunatempel, nur weil ihnen die Entspannung der Gäste am Herzen liegt. Natürlich ist das auch ein Faktor, aber jeder Unternehmer will auch Geld verdienen. Und das tun in Deutschland viele mit der Wellness. Der Umsatz der Branche wird auf rund 73 Milliarden Euro geschätzt. Das bezieht sich auf Lifestyle-Nahrungsmittel wie kalorienreduzierte Lebensmittel, verdauungsfördernde Joghurtprodukte bis hin zu Fitnessstudios und Aufenthalte in Wellnesshotels.

Doch an Geld wollen wir bei Wellness eigentlich nicht denken. Am Ende kann jeder selbst entscheiden, was für ihn Wellness und Wohlfühlen bedeutet.

Mehr Infos zu Massagen, Eltern-Kind-Yoga und einem weltweiten Entspannungstag lesen Sie im Hintergrund auf Seite 2.

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