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Abfall: Wohin mit dem Feiertagsmüll?

Abfall : Wohin mit dem Feiertagsmüll?

Für viele Menschen gehört an Heiligabend ein geschmückter Weihnachtsbaum ebenso dazu wie eine große Party mit Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel.

Besonders in Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen nehmen Bewohner auf ihre Nachbarn diesbezüglich nicht immer Rücksicht: Viele Mieter lagern alte Weihnachtsbäume erst einmal vor der Wohnungstür, andere stellen den Baum – oft nicht richtig abgeschmückt – einfach zu den Müllcontainern. Auch an Silvester liegen abgebrannte Feuerwerksreste, Kartons und Sektflaschen noch einige Tage später auf Grundstücken und Wegen, niemand zeigt sich für die Entsorgung verantwortlich.

Doch wie und wo ist der Weihnachtsbaum richtig zu entsorgen? Und wer ist eigentlich für die Überreste einer Silvesterparty auf Straßen und in Wohnanlagen verantwortlich?

Beim Weihnachtsbaum ist es wichtig, dass er immer komplett abgeschmückt wird, damit ihn Kompostieranlagen verarbeiten können. Eine Entsorgung in der Natur – ob in Grünanlagen oder im Wald – zählt zur illegalen Müllentsorgung und ist verboten.

Oft ist der Ärger rund um die Weihnachtsbaumentsorgung völlig unbegründet. Dazu Axel Ewen, Vorstandsmitglied im Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz-Saarland: „Viele Kommunen holen die Bäume nach den Feiertagen ab und entsorgen sie kostenlos. Die genauen Termine werden in der Tagespresse, in Mitteilungsblättern, im Abfallkalender oder im Internet kommuniziert. In kleineren Gemeinden übernimmt das oft auch mal die Jugendfeuerwehr, die den Baum gegen eine kleine Spende bei den Bürgern direkt einsammelt. Falls in der jeweiligen Gemeinde keine organisierte Abholung stattfinden sollte, gibt es kommunale Sammelstellen, wo man den Baum einfach abgeben kann.“

Wer nicht auf die kommunalen Abholtermine warten möchte, kann kleine, abgeschmückte Bäume auch selbst zerkleinern und über die Biotonne entsorgen, wobei hier das übliche Müllvolumen nicht überschritten werden sollte.

Ein großes Ärgernis sind ebenso die Überreste der Silvesterfeiern. Klare Regeln für die Entsorgung schreibt die jeweilige Stadt- oder Gemeindeordnung vor: So ist der Verursacher – ob Privatperson oder Veranstalter größerer Events – für die Müllräumung immer selbst verantwortlich. Problematisch wird es, wenn dieser nicht mehr zu ermitteln ist. Axel Ewen: „Ist der Verursacher nicht mehr festzustellen, steht leider der Grundstückseigentümer in der Pflicht, auch wenn er gar nicht mitgefeiert hat. Streitigkeiten lassen sich umgehen, wenn die Verursacher Straßen, Gehwege und Anlagen eigenverantwortlich reinigen oder eine spätere Reinigung in Auftrag geben. Das muss ja nicht in der Nacht oder morgens um 7 Uhr am Neujahrstag stattfinden; aber es spart Zeit und Ärger, wenn im Laufe des Neujahrstages alles beseitigt ist.“

Feuerwerksreste dürfen allerdings  erst in der Restmülltonne entsorgt werden, wenn alle Feuerwerkskörper abgebrannt sind und keine Glut mehr vorhanden ist. In größeren Städten hilft oft auch eine Zusatzschicht der Stadtreinigung, um die Straßen zu säubern. Die Entsorgung des Silvestermülls ist nicht allein aus optischen Gründen wichtig: Abgebrannte Raketen, Böller und zerbrochenes Glas können für Kinder oder Tiere eine Gefahr darstellen.