1. Die Woch

Kunst: Trierer Museen zeigen ihre Schätze

Kunst : Trierer Museen zeigen ihre Schätze

Buntes Programm für die ganze Familie am 15. Mai beim Internationalen Museumstag in Trier bei freiem Eintritt.

(red) Am Sonntag, 15. Mai, öffnen das Rheinische Landesmuseum Trier, das Stadtmuseum Simeonstift, das Museum am Dom, das Museum Karl-Marx-Haus und die Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier zwischen 10 und 18 Uhr bei freiem Eintritt. Viele Angebote richten sich an Familien; Kinder können kreativ werden. Einen Ausblick auf die im Juni startende Landesausstellung bieten die daran beteiligten Museen.

Im Museum am Dom haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Dauerausstellung anzusehen oder sich zu verschiedenen Themen führen zu lassen. Der Fokus liegt dabei auf den Spuren der frühen Christen, auf Mariendarstellungen aus 1000 Jahren oder auch auf Grabdenkmälern von der Antike bis in die frühe Neuzeit. Museumsdirektor Markus Groß-Morgen gibt mit seinem Beitrag „Im Zeichen des Kreuzes – Eine Welt ordnet sich neu“ einen Ausblick auf die kommende Landesausstellung „Der Untergang des römischen Reiches“ (25. Juni bis 27. November).

Kinder ab drei Jahren erfahren bei einer Führung, was ein Museum überhaupt ist. Zusammen auch mit größeren Kindern und können sie ihr eigenes Museum basteln.

Im Stadtmuseum Simeonstift Trier steht der Museumstag unter dem Motto #MuseenEntdecken. Der Hashtag kann für Selfies im Museum genutzt werden oder auch beim Nachstellen von Bildern mit Kostümen und Accessoires, dem Tableau vivant. Geöffnet sind die Dauerausstellung und die Sonderausstellung „Faszination Jugendstil – dekorative Keramik der Servais-Werke Ehrang. Besucherinnen und Besucher erfahren vieles rund um das Simeonstift, die Geschichte des Museums und die Tätigkeiten der Museumsmitarbeiter. In Führungen und Präsentationen lernt man die Restaurierungswerkstatt kennen oder erfährt etwas über den moralischen Umgang mit Raubkunst. In einer Familienführung kann man den Spuren Trierer Künstlern folgen. Dr. Elisabeth Dühr stellt den Ausstellungsteil „Das Erbe Roms. Visionen und Mythen in der Kunst“ vor, den das Stadtmuseum im Rahmen der Landesausstellung zum Untergang des römischen Reiches zeigt.

Kinder können an der Kreativstation aus den Postern vergangener Ausstellungen fantasievolle Collagen erstellen. Die Gastronomie 18Zwo bietet im Brunnenhof Snacks und Getränke an.

Am Museumstag kann die ganze Familie ihr Wissen über Karl Marx bei der Jahreszahlenschnitzeljagd im Museum Karl-Marx-Haus unter Beweis stellen. Wem die bloßen Zahlen nicht reichen, der kann sich in den halbstündigen Führungen „Karl Marx in seiner Zeit“ genauer über das Leben und Werk des Universalgelehrten informieren.

Das Karl-Marx-Haus zeigt außerdem die kleine Wanderausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ des Regionalbüros Rheinland-Pfalz/Saarland der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Ausstellung verweist auf die Grundlagen der Demokratie und die Gefahren, die vom Rechtsextremismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenrechte ausgehen. Sie informiert außerdem über die verschiedenen Facetten des Rechtsextremismus mit speziellem Bezug zu Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Immer wieder im Laufe des Tages bietet das Karl-Marx-Haus die Möglichkeit, sich über die Themen der Wanderausstellung auszutauschen.

Im Rheinischen Landesmuseum Trier heißt das Motto in diesem Jahr „Archäologie aktuell“. Jährlich wächst die Sammlung des „grabenden Museums“. Am Wochenende des Internationalen Museumstags kann zum ersten Mal die neue Präsentation „Archäologie Aktuell“ im Museumsfoyer besucht werden. Mehrmals im Jahr werden dort ab sofort spannende Neufunde ausgestellt, die bei Ausgrabungen der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz im Raum Trier und Umgebung zutage kommen. Den Auftakt bildet der Münzhort von Meckel, ein spektakulärer römischer Schatzfund bestehend aus 7486 Bronzemünzen.

Kurzführungen durch die Römische Abteilung im Landesmuseum verbinden die neuen und altbekannten Fundstücke. Ein Info-Point und der Vortrag mit Museumsdirektor Dr. Marcus Reuter geben spannende Einblicke in die große Trierer Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ und runden den Tag ab.

Auf Familien mit Kindern warten abwechslungsreiche Mitmach-Angebote wie spielerische Führungen oder eine eigenständige Entdeckungstour mit dem Kinder-Audioguide. In angeleiteten Archäologie-Workshops können die kleinen Museumsgäste Spuren im Boden entdecken und erforschen, oder kreativ nach römischem Vorbild eigene Tonwaren modellieren. Ob kleine Kaffeepause oder großer Hunger: Das Café Zeitsprung bietet auch an diesem Tag kulinarische Köstlichkeiten an.

Am Museumstag lädt die Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier zur Spurensuche ein. Besucher können sich die Dauerausstellung ansehen oder auch an einer der Führungen teilnehmen. Diese beleuchten das mittelalterliche Weltbild oder präsentieren Bücher als Zeugnisse ihrer Zeit. Weitere Führungen thematisieren die Legitimierung von Macht im Mittelalter oder auch die Schreibstube im Mittelalter mit ihren Materialien und Farben. Eine weitere Führung widmet sich den „Frauen und anderen Seltsamkeiten“ in der Buchkunst.

Kinder können in einer Schreibwerkstatt des Mittelalters, einem Scriptorium, kreativ werden. Hier erfahren sie etwas über die Herstellung von Pergament, das Schreiben mit Feder und Tinte, das Malen mit kostbaren Farben, das Binden der Blätter zu Büchern oder auch das Anfertigen von Buchdeckeln und Verschlüssen.

  Muttergottes mit Kind, Skulptur von Lucien Wercollier, 1952.
Muttergottes mit Kind, Skulptur von Lucien Wercollier, 1952. Foto: Museum am Dom/Rudolph Schneider

Das detaillierte Programm kann online auf den Museumsseiten abgerufen werden und liegt unter anderem in den Museen und der Tourist-Information aus.