1. Die Woch

Freibäder: Viel Arbeit für Betreiber – klare Regeln für Besucher

Freibäder : Viel Arbeit für Betreiber – klare Regeln für Besucher

Die Umsetzung der Hygienekonzepte ist mit Aufwand und Einschränkungen verbunden - Manche Bäder in der Region bleiben ganz geschlossen.

Landkreis Trier-Saarburg

In Hermeskeil startet die Freibadsaison am Montag, 6. Juli. Und so soll der Freibadbesuch ablaufen: Es wird für Badegäste keine Pflicht geben, sich per Internet anzumelden. Allerdings müssen sie vor dem Badbesuch auf der VG-Internetseite (www.hermeskeil.de) ein Formular herunterladen und dort ihre Kontaktdaten eintragen. Dieses Formular geben sie beim Verlassen des Bades am Ausgang ab, damit im Fall einer Infektion eines Besuchers mit Covid-19 mögliche Kontakte von den Behörden zurückverfolgt werden können. Anders als etwa in Saarburg und Kell am See sollen die Badegäste in Hermeskeil nicht in mehreren Schichten hinein- und hinausgelassen werden. Stattdessen wird es an allen Wochentagen eine durchgängige Badezeit von 11 bis 19 Uhr geben.

Auf den wunderschönen Blick auf die Mosel, von der Liegewiese im Panoramabad in Leiwen werden Einheimische und Touristen dieses Jahr wohl verzichten müssen. Momentan sieht es so aus, als würde es nicht öffnen und das Personal in Schweich mit aushelfen. Wie die Regeln im Erlebnisbad Schweich in diesem Sommer umgesetzt werden, wird Mitte Juni von den Gremien entschieden.

Das Freibad Ruwertal in Mertesdorf bleibt dieses Jahr geschlossen.

Die Freibäder in Saarburg und in Kell am See werden beide öffnen. Die Saison startet laut Pressesprecherin Nathalie Hartl in Saarburg voraussichtlich am Montag, 15. Juni, und in Kell am See am Donnerstag, 18. Juni. Wegen umfangreicher Vorbereitungsarbeiten, die aufgrund der besonderen Situation nötig sind, kann sich der Öffnungstermin gegebenenfalls um wenige Tage verschieben. Um den Infektionsschutz zu gewährleisten und die gesetzlichen Regelungen einzuhalten, gelten besondere Einschränkungen und Hygienevorgaben. Auswirkungen gibt es ebenfalls beim Kartenerwerb und beim Tarifsystem. Infos im Internet unter www.saarburg-kell.de

Für Liebhaber des Kylltalbads in Kordel gibt es in diesem Jahr schlechte Nachrichten. Es bleibt geschlossen. Die Personalsituation sei dort schwierig und es gäbe Mehrkosten von 7600 Euro pro Woche, erklärt Bürgermeister Michael Holstein. Während in normalen Jahren jeder Badegast mit 14 Euro subventioniert würde, wären es 42 Euro in 2020. Im nächsten Jahr will man dann mit neuen Ideen in die Saison starten.

Über eine Öffnung des Saar-Mosel-Bads in Konz entscheidet der Haupt- und Finanzausschuss in seiner nächsten Sitzung.

Eifelkreis Bitburg-Prüm

Das Cascade-Bad in der Kreisstadt Bitburg hat seit dem 5. Juni geöffnet. 265 Gäste dürfen in Drei-Stunden-Schichten ins Bad, in dem sonst Platz für 1000 Menschen ist. Es werden drei Stunden geöffnet, dann wird desinfiziert und anschließend wieder drei Stunden Schwimmspaß angeboten. Vor dem Besuch muss man reservieren. Einlass ist nur mit einem QR-Code oder Formular möglich.

Im Freibad Kyllburg laufen die Prüfungen der Hygienevorschriften auf Hochtouren, die ­Hygienekonzepte müssen noch mit anderen Behörden abgestimmt werden. Deshalb stehen derzeit weder ein Öffnungstermin noch die Öffnungszeiten fest. Auf der Internetseite www.bitburgerland.de und der Facebookseite des Schwimmbads Kyllburg werden weitere Informationen so früh wie möglich bereitgestellt.

Für das Freibad in Bleialf, das von der Familie van der Horst betrieben wird, ist bereits fest, dass es am 15. Juni öffnet. Neben Campingplatzbesuchern sollen auch andere Besucher kommen können. An den Details wird aktuell noch gearbeitet. Weil die Anlage relativ klein ist, gibt es vieles zu bedenken.

In Bollendorf bleibt das kommunale Freibad voraussichtlich geschlossen – wegen Personalmangels. Auf dem Campingplatz Altschmiede wollen sich die Betreiber dagegen der Herausforderung stellen, das Hygienekonzept des Landes umzusetzen und noch im Juni aufmachen, berichtet Monika Richard.

Beim Campingplatz in Oberweis ist zu 99 Prozent sicher, dass man ebenfalls öffnen werde, wie Daniel Köhler berichtet, an der Umsetzung wird noch gearbeitet.

Bei den Freibädern Echternacherbrück, Neuerburg, Körperich und Waxweiler, steht eine endgültige Entscheidung über die Öffnung noch aus. Mehr Personal wird aber auch hier benötigt werden, wenn geöffnet wird und Kontaktformulare werden auszufüllen sein.

Das Waldfreibad in Prüm hat seit dem 4. Juni geöffnet. 50 Personen können jeweils von 13 bis 15 Uhr und von 16 bis 18 Uhr dort schwimmen und sich entspannen. Drei zusätzliche Mitarbeiter sind im Einsatz. Anmelden kann man sich unter der Telefonnummer 06551/7690.

Landkreis Vulkaneifel

Wer gerne in einem Maar badet, kann das ab dem 19. Juni im Gemüdener Maar bei Daun tun. Hier wird es ein Zwei-Schicht-System geben.

Das Pulvermaar bei Gillenfeld öffnet am gleichen Tag. In der Woche wird nur nachmittags geöffnet sein, an den Wochenenden gibt es zwei Schichten von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Normalerweise könnten 1000 Besucher kommen, jetzt sind es nur 360. Die Preise werden ebenfalls leicht ansteigen, fünf Euro kostet ein Besuch für Erwachsene (vorher waren es vier Euro), drei für Jugendliche (im vergangenen Jahr waren es 2,50 Euro). Über eine App kann man sich vier Tage im Voraus anmelden.

Das Schalkenmehrener Maar wird wie die anderen Maare am 19. Juni öffnen, in verschiedenen Schichten und mit Anmeldung.

Das Freibad in Gerolstein hat seit dem 5. Juni geöffnet. Der Betrieb im Bad wird in zwei Zeiteinheiten mit maximal 300 Besuchern eingeteilt. Im Juni hat das Bad montags bis freitags von 11 bis 14 Uhr und von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags endet die Badezeit um 19 Uhr. Im Juli und August können die Gäste bereits ab 10 Uhr ins Bad. Die Kontaktdaten müssen hinterlegt werden, oder man kann sie im Vorfeld auf der Internetseite unter www.gerolstein.de online angeben. Im Schwimmbad sind die Bahnen abgetrennt, die Schwimmrichtung ist vorgegeben. Am Sprungbecken gibt es Abstandsregeln und die Liegebereiche sind für Schwimmer und Familien getrennt ausgewiesen. Zusätzliche Saisonkräfte werden den Badebetrieb unterstützen.

In Kelberg ist das beheizte Freibad, das neben einem 25 Meter Becken und einem Planschbecken über ein Beachvolleyballfeld verfügt, in der vergangenen Woche angefahren worden. Aktuell stehen noch Wasseruntersuchungen an, die mit dem Gesundheitsamt abzustimmen sind. Zwischen dem 15. und 20. Juni will man das Bad öffnen.

Landkreis Bernkastel-Wittlich

Das Vitelliusbad in der Säubrennerstadt Wittlich hat seit dem 6. Juni geöffnet. Von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr können jeweils 300 Personen das Bad besuchen. Die Rutschen und das Planschbecken bleiben vorerst geschlossen. Die Duschen und die Sammelumkleiden bleiben auch zu. Der Sport- und Nichtschwimmerbereich werden getrennt. Wenn die maximale Anzahl an Besuchern erreicht ist, werden keine weiteren Besucher mehr ins Bad gelassen.

Im Moselbad Bernkastel-Kues ist seit Mittwoch, 10 Juni geöffnet. Es gibt zwei Badezeiten, von 10 bis 13.30 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr. Die Eintrittskarte gilt für beide Zeitblöcke. Kontaktdaten werden erhoben. Wenn die maximal zulässige Besucherzahl erreicht ist, werden keine Badegäste mehr eingelassen. Die Außenduschen stehen zur Verfügung, die Sprunganlage und die Wasserrutsche bleiben geschlossen, das Kinderplanschbecken ist eingeschränkt geöffnet. Ein Formular zur Selbstauskunft kann auf der Internetseite des Moselbads heruntergeladen werden.

Im Freibad Morbach laufen momentan die Vorbereitungen für den Badebetrieb. Mitte Juni soll das Bad geöffnet werden. Die Sprungtürme und Rutschen bleiben geschlossen, im Planschbecken muss der Mindestabstand eingehalten werden.

Das Freibad in Kröv hat seit dem 10. Juni geöffnet. Die Nutzungszeiten sind auf 10 bis 13 Uhr und auf 15 bis 18 Uhr beschränkt. Pro Schicht können 468 Badegäste eingelassen werden. Maximal ein Drittel kann sich im Wasser aufhalten. Vorrangig haben Gäste Zutritt, die vorab eine Reservierung auf der Homepage vorgenommen haben.

Das Familienbad in Manderscheid hat seit dem 3. Juni geöffnet. 130 Besucher können hier nach Anmeldung über die App „mein Wittlich.Land oder die Internetseite der Verbandsgemeinde das Schwimmbad in drei Zeitfenstern nutzen. Von 10 bis 12.30 Uhr von 13.30 bis 17 Uhr und von 17.30 bis 19 Uhr ist das Schwimmen in der Burgenstadt möglich. Normalerweise hat das Freibad eine Kapazität von rund 800 Besuchern, in Coronazeiten sind es insgesamt 390 Badegäste, die pro Tag eingelassen werden können.

Einige Freibäder bleiben in diesem Jahr gesperrt. Durch Beschränkungen der Besucherkapazität sind sinkende Einnahmen und höhere Defizite zu erwarten. Foto: Fritz-Peter Linden

Im Meerfelder Maar ist momentan das Schwimmen momentan noch verboten, die Gemeinde Meerfeld arbeitet aber an der Badeerlaubnis, um das Baden im Maar zu ermöglichen. chb