1. Die Woch

Wandern: Vulkaneifel: Rund um den Mosenberg

Wandern : Vulkaneifel: Rund um den Mosenberg

Während die 111 Traumschleifen des Saar-Hunsrück-Steigs jeweils eine tagestaugliche Länge haben und durchweg vom Deutschen Wanderinstitut zertifiziert und mit Erlebnispunkten bewertet sind, ist die Lage in der Eifel etwas unübersichtlicher.

Es gibt zum Beispiel Traumpfade und -pfädchen in der Osteifel, die Wanderwege des Naturparks Südeifel, grenzüberschreitende deutsch-luxemburgische Wanderwege, Partnerwege des Eifelsteigs und Mußepfade, mal kurz, mal lang, mal mit, mal ohne Bewertung.

Deswegen hier als ganz subjektiver Vorschlag eine meiner ersten Wanderungen, die ich unternommen habe, als ich vor gut 20 Jahren erstmals in die Eifel kam, und die bis heute zu meinen Lieblingstouren zählt. Sie hat nicht einmal eine eigene Beschilderung. Verlaufen kann man sich trotzdem kaum. Auf ihre Kosten kommen nicht nur Natur-, sondern auch Geologie-Freunde, denn in nur drei Stunden gibt es auf gut neun Kilometern viele verschiedene Landschaftsformen zu entdecken.

Von der Heidsmühle in Manderscheid geht es durch das Johannistal hinauf zum Hinkelsmaar, einem Trockenmaar. Nur ein paar Meter weiter liegt der Windsborn, der einzige Bergkratersee nördlich der Alpen, ein einzigartiger Lebensraum für Sumpfpflanzen und Libellen. Weiter geht es vorbei an Lavafelsen auf den Mosenberg und hinab zum Vulkanerlebnispark, wo der Querschnitt eines Vulkans und vulkanische Gesteine zu sehen sind. Der Horngraben folgt dem Lavastrom bis zur Wolfsschlucht, wo der Weg über große Gesteinsbrocken ins Tal führt. Über die Brücke am Wasserfall und entlang der Kleinen Kyll geht es zurück zur Heidsmühle.

Tipp: Wer mehr Zeit und Kondition hat, kann vom Start über Meerfelder Maar und Bettenfeld zum Windsborn wandern. An der Kleinen Kyll liegen auch verschiedene Stationen des insgesamt sechs Kilometer langen Achtsamkeitspfads, der zum bewussten Naturgenuss einlädt. Die Heidsmühle eignet sich zur Abschlusseinkehr.