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Vereine: Ein halbes Jahrhundert für die Hilfe an anderen

Vereine : Ein halbes Jahrhundert für die Hilfe an anderen

Mit einem Erste- Hilfe-Kurs im Gasthaus Junkes hat die Geschichte des Ortsvereins Dierscheid des Deutschen Roten Kreuzes begonnen. Sechs Personen nahmen daran teil, darunter Erwin Lautwein. Er war bei der Gründung im Januar 1968 eines der ersten Mitglieder und maßgeblich an der weiteren Entwicklung beteiligt.

Neben ersten Sanitätseinsätzen in Bausendorf, Binsfeld, Hetzerath und Wittlich war die Ortsgruppe im Dorf aktiv und führte den ersten Dierscheider Altentag ein. Bis heute sind sie Helfer da, wenn man sie im Ort braucht. Sie richten gemeinsam mit der Feuerwehr die Kirmes aus, und die Jugendrotkreuzler, die in diesem Jahr ihr 45-jähriges Bestehen feiern, verkaufen die St.-Martins-Lose. Der St. Martin selbst stammt ebenfalls aus den Reihen des Roten Kreuzes. Zudem sind die Ausflugsfahrten des Vereins im Ort sehr beliebt. Im 180 Einwohner zählenden Dierscheid sind rund 80 Menschen beim DRK aktiv, inaktiv oder fördernd dabei.

Das DRK Dierscheid leistet neben den Aktivitäten im eigenen Dorf im Jahr rund 1700 Einsatzstunden. Sie sind bei der Wittlicher Säubrennerkirmes, dem Bernkasteler Weinfest, dem Manderscheider Burgenfest und dem Firmenlauf Wittlich im Einsatz. Bereitschaftsleiterin Karin Jobst erklärt: „Im Vorfeld kann man oft nur schwer abschätzen, wie viel zu tun sein wird.“ Im eigenen Jubiläumsjahr hatten sie mehrere Sanitätswachdienste im Nachbarort Hetzerath, der sein Dorfjubiläum feierte. Zu ihren Einsätzen kommen die Vereinsmitglieder mit ihrem Mannschaftstransportwagen, der innen seiner Nutzung entsprechend ausgebaut ist. Für Vakuummatratzen, Sanitätsrucksäcke und Sauerstoff ist dort Platz.

Weiterbildung nimmt bei den Dierscheidern eine wichtige Stellung ein. Alle 14 Tage treffen sie sich mit dem Ortsverband Wittlich und vertiefen ihre Kenntnisse. Frank Thörnich sagt: „Man muss am Puls der Zeit bleiben. Wenn ein Notfall ist, muss man sich auskennen. Es ändert sich ja auch immer wieder etwas.“

Die Blutspendeaktionen des Ortsvereins Dierscheid finden seit 1991 viermal im Jahre in Hetzerath statt. Erst in der Turnhalle und ab 2011 im Bürgerhaus. 145 bis 150 Spender kommen zum Blutspenden, 24 Helfer sind im Einsatz, damit alles reibungslos läuft.

Peter Zenner, erster Vorsitzender des Ortsvereins, erklärt: „Es ist beim Blutspenden immer eine sehr menschliche Atmosphäre. Die Spender und die Helfer kennen sich. Unsere Küchenkräfte sind sehr engagiert, sie machen beispielsweise zwischen 100 und 120 Crêpes, von denen die meisten herzhaft gegessen werden.“

Das 50-jährige Bestehen hat der Ortsverein Dierscheid mit einem dreitägigen Fest gefeiert. Neben der Bevölkerung waren Landrat Gregor Eibes als Schirmherr mit dabei, Bürgermeister Dennis Junk, die beiden Landtagsabgeordneten Bettina Brück und Elfriede Meurer, der Präsident des Kreisverbands des Roten Kreuzes und Vertreter der Ortsverbände des DRK.

Einer der Höhepunkte war neben einer Schauübung, bei der eine Gruppe Radfahrer unter einen Holzanhänger gekommen ist, die Vorstellung eines Therapiehundes. Frank Thörnich, berichtet: „Das war sehr interessant, was diese Hunde leisten, beispielsweise bei Schmerzpatienten. Das wollen wir an einem unserer Gruppenabende wiederholen.“

Ehrungen für die langjährigen Mitglieder und Blutspender gab es ebenfalls.