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Über 2 500 000 Übernachtungen in 20 000 Betten
Über 2 500 000 Übernachtungen in 20 000 Betten

Tourismus in der Region
Tourismus in der Region FOTO: TV / Jäger, Maike
Trier/Bitburg/Wittlich. Vulkane, dichte Wälder, rauschende Bäche und Weinlandschaften: Die Region gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Deutschland. Während Tourismus an der Mosel boomt, bleiben in der Eifel die Gäste aus.

Die Zahlen des Statistischen Landesamts Rheinland Pfalz bieten einen interessanten Eindruck über den Tourismus in der Region. Wer hätte etwa gedacht, wie weit vorne die Mosel in manchen Bereichen liegt: Die meisten touristischen Betriebe der Region gab es 2017 im Landkreis Bernkastel-Wittlich (2132). Das ist einsame Spitze, es folgt der Landkreis Trier-Saarburg mit lediglich einem Viertel dieser (586). Am wenigsten touristische Betriebe gibt es in Trier (132).

Außerdem liegt Bernkastel-Wittlich auch bei der Anzahl der angebotenen Betten (19 409), der Gäste (824 323) und der Übernachtungen (2 552 141) ganz vorne bei den Zahlen des statistischen Landesamts Rheinland-Pfalz. 

Geht es allerdings darum, wie lange die Gäste vor Ort bleiben und um die Bettenauslastung der Betriebe, schneiden andere Landkreise besser ab. Nirgendwo verweilten die Gäste 2017 länger als im Hunsrück (3,7 Tage im Durchschnitt). Das Schlusslicht bildete die Stadt Trier mit 1,9 Tagen. Obwohl die Gäste hier im Schnitt etwas kürzer verweilten, wuchs Trier in manchen touristischen Kategorien am stärksten: Die Bettenauslastung etwa steigerte sich von 1995 (32 Prozent) bis 2017 (44 Prozent) um zwölf Prozentpunkte. Im Eifelkreis sank diese oder wuchs in den anderen Kreisen – bis auf Bernkastel-Wittlich (fast vier Prozentpunkte Wachstum) – nur marginal.

Die größte Stadt der Region zeigt weitere positive Trends. Denn die Anzahl der Gäste verdoppelte sich fast  von rund 247 000 im Jahr 1995 auf etwa 430 000 im Jahr 2017.

Die Stadt Trier bildet aufgrund zahlreicher Faktoren eine Sonderstellung im touristischen Vergleich. Da gibt es viel mehr Magnete als Porta Nigra oder Amphitheater. Man denke an das Konstantin-Jahr 2007 und zahlreiche Ausstellungen. Und dieses Jahr zieht der bekannteste Sohn der Stadt, Karl Marx, sicher noch mehr Gäste an als ohnehin schon. Vergleichbarer sind da die Mosel und die Eifel, auch weil sie ähnlich ländlich geprägt sind. Und diesen Vergleich gewinnt deutlich die Mosel, beziehungsweise der Landkreis Bernkastel-Wittlich, der wie eingangs aufgezeigt boomt.

Die Übernachtungen gingen von 1995 bis 2017 sowohl zurück im Eifelkreis Bitburg-Prüm (um knapp 30 Prozent) als auch im Vulkaneifelkreis (um knapp 15 Prozent).  Bei der Verweildauer hält es sich ähnlich. Auch hier verlor der Eifelkreis noch etwas mehr als der Vulkaneifelkreis. Bei der Bettenauslastung weist der Eifelkreis sogar als einziger Landkreis ein einen Rückgang auf: von rund 31 Prozent 1995 auf nun knapp 27 Prozent 2017.  Damit einher geht auch eine Reduzierung der touristischen Betriebe dort.

Das Amphitheater steht für die Bedeutung Triers in der Antike, aber auch für den Untergang des römischen Imperiums.
Das Amphitheater steht für die Bedeutung Triers in der Antike, aber auch für den Untergang des römischen Imperiums. FOTO: Medienhaus Trierischer Volksfreund / Roland Morgen