1. Die Woch

Vulkanismus: Wo bricht der nächste Vulkan aus?

Vulkanismus : Wo bricht der nächste Vulkan aus?

Die Vulkaneifel Akademie lädt zu zwei kostenfreien Vorträgen über den Vulkanismus in der Region ein.

(red) Wie sind die Eifelmaare entstanden? Und wo bricht der nächste Vulkan aus? Diesen Fragen widmet sich die Vulkaneifel Akademie des Natur- und Geoparks Vulkaneifel in zwei öffentlichen Vorträgen.

Unter dem Titel „Wo bricht der nächste Vulkan aus?“ werden amDienstag, 24. Mai, 19 Uhr, im Rathaus Hillesheim (Sitzungssaal) neueste Forschungserkenntnisse zur jüngsten Eruptionsaktivität im Vulkanfeld der Westeifel vorgestellt. Die Professoren Georg Büchel (Universität Jena), Volker Lorenz (Universität Würzburg) und Michael Ort (Northern Arizona University) weisen auf eine Zunahme der jungen vulkanischen Aktivität in der Vulkaneifel in den letzten 60.000 Jahren hin. Dies ist vorwiegend auf den südöstlichen Teil des Vulkanfeldes begrenzt. Seit dem Ausbruch des Ulmener Maars vor 10.000 Jahren schweigt die vulkanische Aktivität. Viele Faktoren sprechen aber dafür, dass der Vulkanismus nicht beendet ist. In welchem Bereich bricht der nächste Vulkan aus? Welcher Art sind die Eruptionen? Handelt es sich um relativ friedliche Eruptionen oder doch um hochexplosive? Die drei Referenten informieren über Größe, Explosivität und Zeitdauer der extrem unterschiedlichen Vulkan­aktivität weltweit, stellen die für die Westeifel so typische Vulkanform eines Maar-Diatrem-­Vul­kans vor und versuchen, so genau wie möglich eine Vorhersage zu treffen, wann und wo der nächste Vulkan in der Westeifel ausbricht. Der Vortrag wird teilweise in deutscher, teilweise in englischer Sprache gehalten.

„Neue Vorstellungen zur Entstehung einiger Eifelmaare“, so lautet das Thema eines Vortrags am Mittwoch, 1. Juni, 19 Uhr, im Kurhaus Manderscheid. Referenten sind Professor Hans-Ulrich Schmincke und Dr. Mari Sumita vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Bereits seit gut 200 Jahren diskutiert die Wissenschaft über die Entstehung der Maar-Vulkane in der Westeifel. Allen voran war es der Trierer Gymnasiallehrer Johann Steiniger, der die Vulkane der Westeifel untersuchte und erkannte, dass Maar-Ablagerungen wie die des Pulvermaars aus zertrümmertem Gebirge, staubigen Sanden und verschlackten vulkanischen Kugeln bestehen. Daraus folgerte er, dass diese Vulkane wohl kalt entstanden seien. Bis in die 1970er Jahre herrschte die Meinung vor, dass sich Maare bei magmatischen Gas­eruptionen bilden. Es setzte sich dann aber die Erkenntnis durch, dass das Zusammentreffen von aufsteigendem Magma und Grundwasser zu hochexplosiven Vulkanausbrüchen führen und auch die Entstehung von Maaren erklären kann. Hans-Ulrich Schmincke und Mari Sumita berichten über die aktuell laufenden Forschungsarbeiten am Pulvermaar und anderen benachbarten Maaren. Diese zeigen, dass CO2-Gaseruptionen bei der Maarentstehung eine wichtige Rolle gespielt haben. Die „verschlackten vulkanischen Kugeln“ sind laut Professor Schmincke ein wichtiges Beweisstück.

• Die Teilnahme an beiden Vorträgen ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 06592/933585 oder via E-Mail an sabine.kummer@vulkaneifel.de

Weitere Informationen gibt es auf www.geopark-vulkaneifel.de