zwischen Eifel und Ardennen

Literatur : 88 Plätze zum Entdecken zwischen Eifel und Ardennen

Die Buchreihe „Lieblingsplät­ze“ des Gmeiner-Verlags hat Zuwachs bekommen. Die Autoren Barbara Kemmer und Frank Schmitt aus Bollendorf haben ihre Favoriten zusam­mengetragen.

Ob Ausflugsziel für die Familie, Geheimtipp zum Schlemmen oder ein einzigartiges Naturerlebnis: Für Eifel-Entdecker aber auch Kenner gibt es einen neues Buchangebot des Gmeiner-Verlags. Zusammen mit ihrem Lebenspartner, Frank Schmitt, hat Barbara Kemmer 88 Lieblingsplätze für die gleichnamige Buchreihe zusammengetragen.

Gesucht haben sie die Ausflugsziele zwischen Eifel und Ardennen. Einer dieser sehenswerten Plätze ist zum Beispiel ein Buswartehäuschen mit Kunstgalerie in Welchenhausen. Das mag zunächst verwundern. Doch das „wahrscheinlich kleinste Museum der Welt“, wie seine Macher vermuten, ist ein besonderer Platz. In dem Ort nahe der belgischen Grenze leben heute weniger als 30 Einwohner, schreibt Kemmer. In Belgien fanden sie eine Privatbrauerei, die sie begeistert hat. Aber auch Klassiker, wie Schloss Weilerbach in Bollendorf oder das Haus Beda in Bitburg haben Einzug ins Buch erhalten. Mit der Autorin Barbara Kemmer sprachen wir über die Arbeit am Buch und welchen Platz sie persönlich am schönsten findet.

Sie haben 88 Lieblingsplätze zwischen Eifel und Ardennen gefunden. Welcher ist denn Ihr persönlicher Lieblingsort?

Barbara Kemmer: Wir waren in drei Ländern und jedes hat seine Spezialitäten. In Deutschland fällt mir spontan Weidingen ein. Das kannte ich vorher noch nicht. Es ist ein Ort, der mich überrascht hat. Vor allem, weil es dort einen Kunstsammler gibt, der eine Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Kunst in Weidingen gegründet hat und dort Werke von international bekannten Künstlern ausstellt. Belgien hat eine große Bierkultur. Wir sind große Bierliebhaber und brauen auch selbst hobbymäßig. Deswegen haben wir im Buch einige Brauereien aufgenommen, wo Ort und Geschichte interessant sind. Ich empfehle besonders das Château de Commanster (Vielsalm). Die Besitzer, ein älteres Ehepaar, lassen dort extra ein Bier brauen. Der Ort ist knuffig und klein, den kann ich empfehlen und das Bier auch. In Luxemburg lege ich jedem Munshausen und das Touristcenter Robbesscheier ans Herz. Dort versucht man, Kindern die Natur näher zu bringen. Als Erwachsener kann man wunderbar spazieren gehen.

Welche Kritierien haben Sie angelegt, damit es ein Ort in ihr Buch schafft?

Barbara Kemmer: Wir wollten eine Bandbreite von Themen bieten. Man merkt unseren Büchern aber an, dass Frank Schmitt Architekt ist und ich Kunsthistorikerin bin. Alte Häuser, Burgen, Historisches – das sind unsere persönlichen Vorlieben. Wir haben aber den Anspruch, über den Tellerrand zu blicken und versuchen auch Natur, Sport und Genuss abzudecken.

Was hat Ihnen bei der Arbeit besonders Spaß gemacht?

Belgisches Bier gibt es im Château de Commanster. Foto: v/Frank Schmitt
„Lieblingsplätze von der Eifel bis in die Ardennen“ von Barbara Kemmer und Frank Schmitt, Gmeiner-Verlag Meßkirch, 192 Seiten, viele Fotos, 17 Euro. Foto: Frank Schmitt Bollendorf

Barbara Kemmer: Generell ist es immer schön, die Gegend vor der eigenen Haustür kennen zu lernen. Es ist spannend, sich mit den Orten auseinanderzusetzen und nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. Der Austausch mit den Menschen vor Ort, zu erfahren, was dieser für sie bedeutet, das hat auch eine emotionale Komponente für uns selbst.