Die zweite Stufe zünden

Die zweite Stufe zünden

Eine ähnliche Rollenverteilung wie bei den A-Junioren gibt es auch beim jüngeren Jahrgang in der Regionalliga. Auch hier steht die Eintracht weitaus besser da als der Lokalrivale aus Mehring.

Trier/Salmrohr. (wir) Auch in der B-Jugend-Regionalliga ist bei Trier trotz Rang vier Ernüchterung eingekehrt. Verständlich, war man doch im ersten Saisondrittel zeitweise schärfster Verfolger des Titelfavoriten 1. FC Kaiserslautern. Als dann die dicken Brocken kamen, gab es die ersten Rückschläge. "Wir haben gegen einige der Großen nicht nur knapp, sondern wirklich auch unglücklich verloren", beginnt Co-Trainer Ansgar Heck seine Rückschau, "in Mainz haben wir sogar gepunktet." Dennoch zeigte sich in diesen Spielen, vor allem aber danach vor allem mangelnde mentale Stabilität. "Wir hatten immer dann Probleme, wenn wir nicht in den ersten 20 Minuten in Führung gegangen sind. Wenn es dann gar darum ging, einen Rückstand aufzuholen, spielte oft die Psyche einen Streich." Mehring stockt den Kader auf

Wie Heck glaubt, hat seinen Schützlingen eine Zeitlang der Gedanke im Kopf herumgespukt, vielleicht ein Kandidat für die B-Junioren-Bundesliga zu sein. Und das habe sich eben nicht leistungsfördernd, sondern -hemmend ausgewirkt. Inzwischen muss sich niemand mehr mit der Bundesliga beschäftigen, denn der Abstand nach oben ist gewaltig. Dieser Lage gewinnt Heck durchaus auch eine positive Erkenntnis ab: "Wir können uns jetzt losgelöst von irgendwelchem Positionsgerangel auf die im Jugendfußball wichtigsten Dinge konzentrieren." Und das heißt: die Weiterentwicklung im individuellen und im Teambereich. Die Ziele sind klar gesteckt: "Wir müssen schneller spielen. Das betrifft sowohl das Umschalten von Abwehr auf Angriff, als auch das Zusammenspiel. Dazu muss sich jeder einzelne in der Bewegungskoordination, taktisch und spielerisch fortbilden." Mit Daniel Meerfeld (zum FSV Salmrohr) verlässt nur ein Spieler das Team, wie Heck betont "im besten Einvernehmen." Zugänge vermelden die 05er nicht, aber das System zwischen erster und zweiter Mannschaft ist ja ohnehin durchlässig. Etwas schwerer als erwartet tat sich der SV Mehring. Trotz allen Talents, das der Kader des Aufsteigers zweifellos vorweisen kann, "haben wir länger gebraucht als ich befürchtet hatte", gibt Trainer Kosta Anagnostopoulos zu. Das Defizit in punkto Tempo, Taktik und spielerischem Potenzial war höher als erwartet. Hinzu kam ein kleiner Kader — "zu klein", wie der Coach längst registriert hat. Was die Mehringer können, zeigten sie vor allem gegen gute Mannschaften, gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte spielten sie meist nur mittelmäßig. Und: Die Hälfte der 14 Spiele endete mit Punkte-Teilungen. Im Winter wurde der Kader aufgestockt. Neben drei Akteuren aus dem eigenen Lager kam Martin Belalovic aus Trier, außerdem hat Mehring mit der Vorbereitung schon in der vergangenen Woche begonnen. "Ich denke, wir sind inzwischen in der Liga angekommen und werden die für den Klassenerhalt notwendigen Punkte in der Rückrunde holen", zeigt sich Anagnostopoulos zuversichtlich.Die Eintracht trägt die meisten Testspiele auf fremden Plätzen aus: in Luxemburg, Saarbrücken und Pirmasens. Einer der Höhepunkte für Trier und Mehring wird das Hallenturnier in der Arena gegen Steiningen, Pirmasens, Saarbrücken und Mayen sein. Mehring hat die Gegner der Testspiele mit Plaidt, Salmrohr, Schweich und Morbach zwar bereits festgelegt, die genauen Termine stehen aber noch aus.