DJ Shadow

Auf seinem fünften Album schreibt Sample-Gott DJ Shadow die Erfolgsgeschichte fort, die vor 20 Jahren mit seinem Über-Werk „Endtroducing“ begann.

Josh Davis alias DJ Shadow ist mit dem wohl größten und besten Sample-Album der Musikgeschichte zum Star geworden: "Endtroducing" katapultierte ihn Mitte der 90er-Jahre aus dem Nichts an die Spitze. Seitdem war er schlau genug, sein Pulver nicht zu schnell zu verschießen, sondern nur alle paar Jahre neuen Stoff zu veröffentlichen. Auch vor "The Mountain Will Fall" ließ er sich gehörig Zeit, um neue Einflüsse aufnehmen zu können. Mit erstaunlichem Ergebnis: "Ich wollte mich wegbewegen von der Wahrnehmung als der ‚Sample Guy‘. Dies ist kein reines Sample-Album", sagt Davis. Diese neuen Einflüsse tragen prominente Namen: Die Rapper von Run The Jewels sind ebenso zu Gast wie der britische Jazz-Star Matthew Halsall. Neues Equipment ist auch am Start. Ein logischer Schritt: "Es ist ein bisschen absurd, nur auf alte Sampler zu setzen, wenn man mit den neuen so viel mehr machen kann. Wenn Leute wie Miles Davis und Herbie Hancock in den 70ern darauf verzichtet hätten, die neuesten Synthesizer einzusetzen, wären ihre unglaublichen Platten nie aufgenommen worden." Sprach‘s und hat mit solch gewaltigen Tracks wie "Nobody Speak" und "Ashes To Oceans" wieder einmal ein Hip-Hop-Album rausgehauen, das die Kraft für jahrelange Power hat. Bis Shadow irgendwann in vier oder fünf Jahren mit der nächsten Idee für seinen Sound um die Ecke kommt.

ANSPIELTIPPS
"The Sideshow”, "Nobody Speak” und "Ashes To Oceans”

FAZIT
Auf wohlbekanntem Fundament neue Größe aufgebaut.