EIFEL-EINWURF

EIFEL-EINWURF

MESSERICH. Heute im Interview: Joachim Kloweit, Trainer des Fußball-C-Ligisten SG Seinsfeld-Oberkail, dessen Team weit vom Saisonziel, einem Platz unter den Top drei, enfernt ist. Das Saisonziel lautet "Ab Platz drei aufwärts".

Nach zehn Spieltagen liegt die Mannschaft aber nur auf Platz neun und bereits acht Punkte hinter Rang drei. Was ist bislang schief gelaufen? Kloweit: Keine Ausrede. Wir sind nicht dort wo wir hin wollten. Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen seit Saisonbeginn verändert. Wir haben in der laufenden Saison mit den ungeplanten Abgängen von Andreas Zell und Christoph Herrmann zwei wichtige Spieler verloren. Hinzu kamen zwei Langzeitverletzte. Auch eine permanente Doppelbelastung von unserem A-Jugendspieler Alexander Vanck, der mehr als eine Verstärkung darstellt, ist nicht tragbar. Wir haben bis jetzt vier Mal unentschieden gespielt, weil wir es nicht geschafft haben, eine Führung zu verteidigen. Der entscheidende Schritt und etwas Glück haben gefehlt. Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass wir uns bis zur Winterpause im oberen Mittelfeld bewegen werden. Haben Sie sich als Trainer etwas vorzuwerfen? Kloweit: Sich selbst in Kritik zu stellen ist recht schwer, weil einfach die Objektivität gegenüber der eigenen Person fehlt. Diese Kritik müssen die Verantwortlichen und treuen Zuschauer vorbringen. Mit Kritik habe ich keine Probleme, solange sie sachlich richtig vorgetragen wird. Jedoch Kreisklassen untereinander zu vergleichen, ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Und das haben die Spieler nicht verdient. War das 4:0 am Wochenende in Metterich mehr als ein Silberstreif am Horizont? Kloweit: Wie schon gesagt, der entscheidende Schritt entscheidet über Sieg oder Niederlage. Seit zwei Wochen tun wir ihn. Vorbildlich ist auch die Einstellung der Mannschaft. Sie versucht, die Taktik und Aufgaben so gut wie möglich umzusetzen. Am Wochenende geht es gegen die SG Spangdahlem, und dort wird es sich zeigen, ob es nur ein Silberstreif am Horizont war. Schafft die SG noch den Aufstieg? Kloweit: Man sollte nie "Nie" sagen und auch nicht den Glauben an gesetzte Ziele verlieren. Jedoch muss man auch realistisch bleiben und sich der Tatsache stellen, dass ein Aufstieg nicht mehr zu erreichen ist. Das ist sehr schade, da nächstes Jahr eine Mannschaft der SG, der SV Oberkail, 50-jähriges Jubiläum feiert. Die Fragen stellte unser Redakteur Mirko Blahak