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Eifelwetter in der Wüste

Der Fiesta des Prümer Ernst Berg hielt. Damit erreichte er beim 24-Stunden-Rennen in Dubai Platz drei seiner Klasse. Foto: privat
Der Fiesta des Prümer Ernst Berg hielt. Damit erreichte er beim 24-Stunden-Rennen in Dubai Platz drei seiner Klasse. Foto: privat
Der Prümer Ernst Berg startete zum dritten Mal beim 24-Stunden-Rennen in Dubai und wurde Dritter seiner Klasse.

Prüm/Dubai. (red) Zusammen mit seinem langjährigen Fahrerkollegen Klaus Ebbing aus Borken setzte das eifelanisch-münsterländische Rennteam um den Prümer Ernst Berg dieses Jahr drei Autos beim 24-Stunden-Rennen in Dubai ein. Im Einsatz waren ein kleiner, 200 PS starker 1600er Ford Fiesta ST, einen Renault Clio RS und ein Porsche GT-3R. Auf dem Ford Fiesta ST startete der Prümer mit Klaus Ebbing selbst. Unterstützt von Jana Meiswinkel und Martin Kinzler gingen sie in der stark besetzten Klasse A1 an den Start. "In den vergangenen Jahren lagen wir jeweils in unserer Klasse in Front. Leider fielen wir je einmal mit Getriebeschaden und letztes Jahr in Führung liegend mit Motorschaden aus", berichtet Berg. "Deswegen haben wir dieses Jahr die Motorleistung auf rund 200 PS reduziert und wollen damit unbedingt ins Ziel kommen."Normalerweise sind im Emirat Dubai 360 Sonnentage im Jahr angesagt, kleinere Regenschauer einmal abgesehen. Nicht so in diesem Jahr. "Es herrschte echtes Nürburgringwetter", so Berg über sein insgesamt zehntes 24-Stunden-Rennen. "Die letzten Jahre mussten wir mit Hitze und Sandstürmen kämpfen und jetzt mit so was, Wahnsinn!"Selbst im hochmodernen Autodrom Dubai war man nicht auf solche Regenmengen eingestellt. Unzählige Neutralisationsphasen spiegelten dies wider. Zudem krachte es häufig. "Stellenweise wurde mit Tankwagen das Wasser abgepumpt. Denn ein Jahrhundertregen und eine fehlende Kanalisation ließen das Wasser teilweise 30 Zentimeter hoch auf der Strecke stehen", berichtet Berg.Von Startplatz fünf in der Klasse ging der Eifeler ins Rennen. "Aber das ist bei einem 24-Stunden-Rennen eher unwichtig und nur auf dem Papier schön", so Berg, der nur zu gut wusste, dass die Nacht in Dubai zwölf Stunden dauert. Zeitweise lag das Team in Führung, doch zwei gebrochene Antriebswellen warfen Berg & Co. zurück auf Platz vier, ehe sie gegen Morgen wieder auf den dritten Platz vorfuhren. Getriebeschaden verhindert weitere Attacken

"Als sich dann Getriebeprobleme ankündigten und wir zeitweise ohne dritten Gang auskommen mussten, haben wir aufgehört zu attackieren. Ein dritter Platz in der Klasse und Platz 41 im Gesamtklassement von 90 Teams sind schon ein klasse Ergebnis", sagt Berg. Die beiden anderen Autos des Teams fielen jeweils durch Unfälle aus. "Wir werden solange hier antreten, bis wir gewinnen, auch wenn wir das nächste Jahr wohl ein anderes Fahrzeug einsetzen werden", gab Berg als Kampfansage aus. Insgeamt waren beim Rennen Teilnehmer aus 19 Nationen am Start, von ehemaligen Formel1- und DTM-Fahrern bis über die nationale Elite.