Ein Haus für Kinder, die Hilfe brauchen - TV startet große Benefizaktion „Meine Burg“

Ein Haus für Kinder, die Hilfe brauchen - TV startet große Benefizaktion „Meine Burg“

TRIER. (DiL) Seit der Aufdeckung einer Reihe schrecklicher Fälle von Kindesmisshandlung und -missbrauch ist die öffentliche Sensibilität für das Thema Kinderschutz gestiegen. Ein Haus für den Kinderschutz - das ist Ziel der Aktion „Meine Burg“ des Trierischen Volksfreunds und des Kinderschutzbundes.

Ein Haus für Kinder, die Hilfe brauchen
TV startet große Benefizaktion "Meine Burg"

TRIER. (DiL) Seit der Aufdeckung einer Reihe schrecklicher Fälle von Kindesmisshandlung und -missbrauch ist die öffentliche Sensibilität für das Thema Kinderschutz gestiegen. Doch diejenigen, die sich vor Ort praktisch um Hilfe für Betroffene und um Vorbeugung kümmern, arbeiten unter miserablen Bedingungen. Ein Haus für den Kinderschutz könnte in Trier Abhilfe schaffen - die Aktion "Meine Burg" des Trierischen Volksfreunds und des Kinderschutzbundes will dafür die Voraussetzungen schaffen.

Die Region Trier ist keine Insel der Seligen, was die Situation bedrohter und gefährdeter Kinder angeht. In 166 Fällen war allein im Jahr 2005 der Trierer Kinderschutzdienst gefragt, der sich um die Stadt Trier und den Kreis Trier-Saarburg kümmert. In etwa einem Drittel der Fälle mussten die Kinder langfristig betreut werden, meist wegen sexuellen Missbrauchs, in steigendem Maße auch wegen körperlicher Misshandlungen. Aber Kinderschutz ist nicht nur ein Problem im städtischen Umfeld. Auch der entsprechende Dienst in der Eifel meldete im letzten Jahr 75 Beratungsfälle, davon 17, die eine langfristigen Begleitung notwendig machten. Die Ursachen auch hier: Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung.

Mehr als 5000 Mal suchten im gleichen Zeitraum Kinder ernsthaften Rat beim Kinder- und Jugendtelefon, die meisten davon zwischen 12 und 15 Jahren alt. Fast 50 ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen dafür, dass die "Nummer gegen Kummer" jeden Werktag erreichbar ist. Dank solcher Helfer konnten auch in 1300 Fällen Kinder in Trierer Krankenhäusern besucht werden, die nicht oder nur selten Besuch erhalten, weil sie von weiter her aus der Region kommen oder die Eltern nicht regelmäßig vorbeikommen können - oder wollen.

Beratungsangebote in Schulen, Präventionsarbeit, Elternkurse, dazu eine eigene Fachstelle für die Betreuung von Kindern mit suchtkranken Eltern: Es gibt viel Arbeit für die engagierten Kinderschützer. Aber die Bedingungen, unter denen sie geleistet wird, entsprechen in keiner Weise den Aufgaben. Der Kinderschutzbund ist in Trier in einem unwirtlichen Hinterhof-Ambiente untergebracht, räumlich beengt und ohne angemessene Möglichkeiten. Sensible Beratungsgespräche müssen in Durchgangs-Zimmern stattfinden, kein Platz zum Spielen und Toben für die Kinder, keine geeigneten Gruppenräume, nicht einmal ein Zimmer, in dem sich in Notfällen ein Kind über Nacht unterbringen ließe.

"Wir könnten unser Angebot erheblich ausweiten, wenn die räumlichen Bedingungen besser wären", betont der Vorsitzende des Kinderschutzbunds, Bruno Worst. Schon länger hält man deshalb Ausschau nach einem Haus mit genügend Platz und (kinder)freundlicher Umgebung. "Aber ohne Hilfe könne wir die Finanzierung nicht schaffen", sagt Worst. Deshalb gibt es nun die Aktion "Meine Burg". Mit Hilfe von Spenden und Aktionen möglichst vieler Menschen aus der Region, aber auch von Firmen und Vereinen, soll das Geld für die Kinder-"Burg" zusammenkommen. Der TV verbindet die Aktion mit einer umfassenden Serie zum Thema Kinderschutz in der Region, die täglich bis Weihnachten läuft.

Jetzt schnell und bequem spenden!
Mit diesem Formular können Sie jetzt ganz einfach Ihre Spende abgeben!
Einfach ausfüllen und absenden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!