Ein lebendiger Verein im Verein

Ein lebendiger Verein im Verein

MEHRING. Mit rund 600 Mitgliedern ist der Sportverein (SV) 1921 e.V. der größte und bewegungsfreudigste Ortsverein in Mehring. In 85 Jahren haben sich die einzelnen Abteilungen zur Freude der einzelnen Aktiven bestens entwickelt und bieten sinnvolle Freizeitbeschäftigungen an.

Großartig gefeiert wird in diesem Jahr nicht beim SV. Vielmehr wollen sich insbesondere auch die Fußballer im Jubiläumsjahr auf ihr traditionelles Fußballturnier vom 28. bis 30. Juli beschränken. Vorsitzender Matthias Lex: "An diesen drei Tagen werden rund 24 Mannschaften den ‚Kampf um das runde Leder‘ austragen." Der einst reine Fußballverein hat sich bereits vor vielen Jahren für den Breitensport geöffnet und hat eine Aufwärtsentwicklung erlebt, die sich sehen lassen kann. Vorsitzender Lex: "Wir führen dies insbesondere auf unsere seit Jahrzehnten erfolgreiche Jugendarbeit zurück." So kann der Verein auf rund 180 Jugendliche in den einzelnen sportlichen Bereichen stolz sein. Für sein außergewöhnliches Engagement im Bereich der Jugendarbeit erhielt der SV vor vier Jahren vom DFB den begehrten "Sepp-Herberger-Preis". Heute bietet er zusätzlich Handball, Tennis, Beachvolleyball und einen Lauftreff an. Vor 25 Jahren gründeten 33 Frauen unter der Leitung von Elfriede Busert die Gymnastikgruppe. Sie soll hier einmal näher "beleuchtet" werden.Von Anfang an dabei: Hannelore Berens

Von Anfang an mit dabei ist auch die heutige Abteilungsleiterin Hannelore Berens. "Es ist uns ein Bedürfnis, einmal unsere Arbeit und unsere Gruppe ausführlich darzustellen," sagt sie. Heute zählt die Gymnastikgruppe 46 Frauen im Alter zwischen 40 bis 57 Jahren. Maria Richter und Walburga Scholtes vermitteln den Damen heute neben vielen Sportarten aus den Bereichen des Leistungssportes auch die Gymnastik als Gesundheits- und Präventivsport. "Der Sport ist für uns aber auch ein Mittel zur Erhaltung der Geselligkeit und ein Bindeglied zwischen den verschiedenen Gesellschaften und Gruppen," erklärt Hannelore Berens. Die beiden Übungsleiterinnen bilden sich bei entsprechenden Fortbildungsseminaren regelmäßig weiter. Dadurch können sie den Mehringer Frauen ein abwechslungsreiches Sportprogramm anbieten. In der 1980 errichteten Sporthalle vermitteln sie dann anspruchsvolle Bewegungen beim Bodenturnen sowie bei der Rücken- und Entspannungsgymnastik. Soweit es das Wetter im Sommer zulässt, geht es dann nach draußen zum Walken, Joggen oder auch Radfahren. Die Vorsitzende: "Dann ist auch schon mal ein Stopp an einer Eisdiele im Programm." Die Frauen freuen sich über das wöchentliche Sportangebot. Denn die oft schweißtreibenden Übungsstunden, sie sind ein sinnvoller Ausgleich für den geistigen Stress, geben auch Gelegenheit, die Gesichts- und Bauchmuskeln durch Lachen zu trainieren. Die Frauen wissen: "Lachen ist gesund." Elf Mitglieder der Gymnastikgruppe gehören seit 25 Jahren dazu. Hannelore Berens ist der Motor in der Gruppe und ständig für die Planung und Organisation aller Aktivitäten zuständig. Ob nun Fahrten, Grillabende, Nacht- oder Schneewanderungen oder die Weihnachtsfeier und der Jahresabschluss, überall ist Hannelore Berens gefragt und treibende Kraft. Gute Unterstützung findet sie dabei in Ursel Denkel und Karin Olinger. Obwohl sie so geführt werden, sind die Frauen ein gemeinsames Team im besten Einvernehmen. Und wenn ein "Arbeitseinsatz" beim Mutterverein ansteht, dem SV, dann sind alle dabei. Diese Aufgaben reichen dann von der Tanzeinlage, dem Kaffee- und Kuchenverkauf bis hin zum Thekendienst beim alljährlichen Fußballturnier und dem anschließenden Reinigungsdienst. Die Abteilungsleiterin hat alles bestens im Griff. Sie ist erst dann rundum glücklich, wenn alle zufrieden sind und die Gymnastikgruppe wieder einmal bewiesen hat: "Wir sind ein Verein im Verein".