Ein Prümer als Präsident? Manfred Hell beim 1. FC Köln im Gespräch

Ein Prümer als Präsident? Manfred Hell beim 1. FC Köln im Gespräch

Knapp eineinhalb Wochen vor dem Rückrundenauftakt in Wolfsburg sind beim 1. FC Köln gleich mehrere Baustellen offen. Wer beerbt Wolfgang Overath als Präsident? Was wird aus Lukas Podolski?

Köln/Düsseldorf. Der 1. FC Köln muss kurz vor dem Rückrundenauftakt gleich mehrere Fragen klären. Wer folgt Wolfgang Ove rath in das Präsidentenamt? Bleibt Lukas Podolski? Wann offenbart der aktuell verletzte Liebling der FC-Fans seine Entscheidung, ob er dem Bundesligisten auch über den 30. Juni 2013 hinaus treu bleibt? Ein Verein zwischen Baum und Borke, sportlich und auch strukturell. Overaths einstige Visionen vom internationalen Geschäft lassen sich momentan kaum verwirklichen: Die Profis von Trainer Stale Solbakken sind vor dem Gastspiel in Wolfsburg am 21. Januar auf Tabellenrang zehn zu finden. Zudem wird ein Nachfolger für Overath gesucht, der im vergangenen November aus Frust die Brocken hinwarf. Einer wird hoch gehandelt für das Ehrenamt am Geißbockheim: der ehemalige Jack-Wolfskin-Chef Manfred Hell soll Topfavorit auf das Overath-Erbe sein. Hell kommt aus Prüm - und dort entdeckte er auch seine Liebe zum Fußball. Beim SV Prüm spielend sei Erich Maas sein erstes Fußballeridol gewesen, weil der aus dem Dorfverein kommend den Sprung ins Bundesligateam von Eintracht Braunschweig geschafft habe, wird Hell in der Kölnischen Rundschau zitiert. Dann nahm ihn sein Vater mit ins Müngersdorfer Stadion, und Hell verlor sein Herz an den 1. FC Köln.
Ende Februar will sich Hell öffentlich äußern, ob er als neunter Präsident seit Franz Kremer (1948) das Wagnis auf sich nehmen will, den FC zu führen. Der frühere FC-Manager Andreas Rettig (FC Augsburg) sagte, es sei für den Verein "eine glänzende Perspektive", sollte Hell das Amt tatsächlich übernehmen. dpa/red