Eröffnung im Herbst kommenden Jahres

TRIER. Mit einem Sommerfest bedankte sich der Hospizverein bei den vielen Spendern für die bisherige Unterstützung und bot mit der Veranstaltung die Gelegenheit, sich im künftigen Hospizhaus über den Gang der weiteren Dinge zu informieren.

Was bisher zu machen war, ist längst erledigt vom Trierer Hospizverein, um das vorgesehene Hospizhaus in der Ostallee bald Wirklichkeit werden zu lassen (der TV berichtete mehrfach). Laut dem Vorsitzenden Carl-Heinz Müller befindet sich die Gründung der Hospizstiftung im Prüfungsverfahren bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD). Sobald die Behörde grünes Licht gibt, soll es nahtlos von der Planungs- in die Renovierungs- und Ausbauphase übergehen.Vor dem Verein liegt ein arbeitsreiches Jahr

Müller rechnet im Herbst 2005 mit der offiziellen Eröffnung des Hauses, sofern keine unvorhergesehenen Verzögerungen einträten; doch die schließt der Vorsitzende aus. Zahlreiche Besucher (darunter die Nachbarn) informierten sich beim ersten Sommerfest über die räumlichen Möglichkeiten, die das Haus bietet. Nach Fertigstellung werde das Hospizhaus äußerlich weniger den Charakter eines Krankenhauses, als vielmehr den einer Privatpension erhalten, erläuterte Müller im TV -Gespräch. In den nächsten Monaten, wenn handwerklich Nägel mit Köpfen zu machen sind, rechnet der Verein - wie bisher - mit der Unterstützung von Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern. Die Unterstützung habe ein nie für möglich gehaltenes Ausmaß angenommen, bilanzierte Müller mit der Erkenntnis, dass ein arbeitsreiches Jahr vor dem Verein liegt. Allerdings macht sich bei Müller und seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen Zuversicht breit, was dies angeht. Jeder, der möchte, könne den weiteren Fortgang des Hauses mitbegleiten, eröffnete der Vorsitzende. Man setze, wie bisher, auf Multiplikatoren, mit denen man beste Erfahrungen gemacht habe. Zum einen sei die Spenderliste ellenlang. Zum anderen sei die Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht nur für die aktive Sterbebegleitung (25 Personen befinden sich in Ausbildung), sondern auch für ganz profane Dinge wie Gartenarbeit und Unterhaltungsmaßnahmen auf über 60 angestiegen. Beim ersten Sommerfest an dieser Stelle hatten die Besucher nicht nur die Gelegenheit, sich ein Bild darüber zu machen, wie es im Hospizhaus später einmal aussehen wird, sondern sie bekamen auch kulturell bei einem niveauvollen Rahmenprogramm einiges geboten. Die Iris Oettinger Jazz-Band (Iris Oettinger, Peter Rübsam, Daniel Thull) unterhielt mit einigen Stücken, der Düsseldorfer Bildhauer und Dozent an der Europäischen Kunstakademie, Peter Rübsam, und die Tonkünstlerin Frauke Güntzel ließen sich bei ihrer künstlerischen Arbeit über die Schultern schauen. Die Schauspielerin Eva Steines rezitierte Kästner-Gedichte und las aus "Der kleine Prinz". Gisela Convreux und Helene Köhnen sorgten dafür, dass die mitgekommenen Kinder sinnvoll beschäftigt wurden.Skulptur zur bleibenden Erinnerung

Eine Besucherin brachte es auf den Punkt: Mit dem Haus und dem wunderschönen Garten in der Ostallee habe der Hospizverein ein Juwel für seine künftige, wichtige Arbeit der Sterbebegleitung gefunden. Der Bildhauer Peter Rübsam ließ eine Versteigerung seines Steinbildnisses nicht zu, sondern schenkte die im Laufe des Tages entstandene Skulptur dem Verein zur bleibenden Erinnerung an den Tag des ersten Sommerfestes. Wer die Hospízarbeit finanziell unterstützen will - hier das Spendenkonto: Nummer 205 005 bei der Sparkasse Trier, BLZ 585 501 30, Kennwort: Aktion Da-Sein.

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