Ex-Autohändler aus Bitburg zu Gefängnisstrafe verurteilt

Ex-Autohändler aus Bitburg zu Gefängnisstrafe verurteilt

Ein früherer Bitburger Autohändler ist vom Landgericht Koblenz wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Vom Mai 2004 bis zur Insolvenz im August 2006 hat er sich bei seinen Hausbanken mit einem ausgeklügelten System Liquidität beschafft.

Er reichte Lastschriften ein, für die er keine wirklichen Forderungen hatte. Der Grund: Täglich benötigte er für seine zahlreichen Autohäuser 300.000 bis 400.000 Euro, um die Geschäfte am Laufen zu halten.

Strafmildernd wirkte sich für den Autohändler aus, dass er mit seinem umfassenden Geständnis einen monate- oder jahrelangen Prozess verhindert hat, nicht vorbestraft ist und sich auch nicht durch sein Handeln bereichern wollte.
Unter Tränen erklärte er dem Gericht: "Ich wollte nur meine Firmen retten und erhalten."

Der Autohändler war nach eigenen Angaben einer der größten Toyota-Händler Europas mit einem Jahresumsatz von 100 Millionen Euro. (hw)