Firmen aus der Region beklagen Praxis-Defizite bei Hochschul-Absolventen

Trier · Gestraffte Studienzeiten und mehr Praxisbezug: die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge an der Fachhochschule und an der Universität Trier sollten das Studium optimieren. Jetzt sind die ersten Absolventen auf dem Arbeitsmarkt – und die deutsche Wirtschaft kritisiert das neue Studiensystem heftig.

Es sollte die Erfüllung großer Wünsche der Wirtschaft und ihrer Betriebe sein. Denn mit der Umstellung auf die neuen Studienabschlüsse "Bachelor" und "Master" vor einigen Jahren sollten gleichzeitig kürzere Studienzeiten und ein stärkerer Praxisbezug im Studium verbunden sein. Doch einige Semester und Studienabschlüsse später hat sich die Kritik in den Betrieben nicht gelegt.

Einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zufolge sehen nur noch 63 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Erwartungen an die FH- und Uni-Absolventen erfüllt - 2007 lag der Anteil noch bei 67 Prozent.

Auffälligster Kritikpunkt: fehlende Verknüpfung von Theorie und Praxis. Doppelt so viele Betriebe wie 2007 kritisieren vor allem die fehlende praktische Erfahrung des akademischen Nachwuchses. (sas)

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