Foals - What Went Down

Foals - What Went Down

Sie sind der Inbegriff moderner Independent Music. „Cassius“ ist nach Jahren immer noch ein gern gespielter Hit auf jeder guten Indie-Party. Jetzt schieben die fünf Briten ihr viertes Album „What Went Down“ nach – ein überraschend pessimistisches Werk.

Düster und fordernd kommt der neue Sound der Foals daher. Die Band, die es schon seit 2005 gibt, spielte 2013 erstmals Festivals auf der ganzen Welt und hat inzwischen keine Mühe mehr, die großen Konzertsäle zu füllen. Foals-Kenner wissen: Ihr Beat ist unverwechselbar und auch auf dem neuen Album kommen die Jungs aus Oxfordshire nicht von ihrer musikalischen Linie ab. Nur etwas schwerer und treibender sind die neuen Stücke. Beim ersten Reinhören könnte man sie beinahe mit dem britischen Genre-Nachbarn Kasabian verwechseln - am deutlichsten zeichnet sich die Ähnlichkeit wohl in "Snake Oil" ab. Bei "Night Swimmers" kehren die Jungs dann zu ihrem klassischen Foals-Kling-Klang zurück, was den Indie-Verfechter besonders freuen dürfte. Einer der schönsten Songs des Gesamtkunstwerks ist wohl "Mountain At My Gates"- dieses Gefühl der Unendlichkeit beim Hören des Songs zieht sich kribbelnd durch jeden Zentimeter des Körpers und würde sich danach nicht "Birch Tree" anschließen und uns die Möglichkeit geben, weiter im sentimentalen Rausch zu schweben, würde man wohl ununterbrochen die Repeat-Taste betätigen. "What Went Down" erscheint am 28.08. und ist perfekt, um den schönsten Momenten des Sommers noch ein wenig nachzuhängen.

Anspieltipps:
"Mountain At My Gates", "Snake Oil", "Night Swimmers"

Fazit:
Ein Album, das man mindestens zweimal vollständig angehört haben muss, bevor man feststellt, dass es erstklassig ist.