Natur: Frühlingsgefühle: Kraniche gesichtet

Natur : Frühlingsgefühle: Kraniche gesichtet

Sie sind früh dran in diesem Jahr: In der vergangenen Woche wurden an der Mosel mehrfach die ersten Kraniche beobachtet, die aus dem Süden zurückkommen. Das berichtet Hubertus Schulze-Neuhoff, Diplom-Meteorologe aus Traben-Trarbach.

Mit dem Schmelzen der vorerst letzten Schneereste sind auch erste Kraniche über die Mittelmosel gezogen. Robert Römer aus Kröv hatte ihm am Montag gemeldet, dass er 20 Exemplare gesichtet habe. Aber dann hätten auch Reinhard Stumm und Götz Wagner am Dienstag einen Schwarm von 25 Exemplaren über der Starkenburger Höhe nahe dem Kirschwald gesichtet. Schule-Neuhoff: „Und dann sahen meine Frau Rita und ich am Mittwoch um 15.50 Uhr auch 19 Kraniche auf dem Flug nach Nordost über Starkenburg. Beim Militär würde man sagen, es handelte sich um die Vorhut. Es sind die Mutigen.“ Er prognostiziert: Ohne Rückfall zu kalter Witterung werde der Spätwinter und Vorfrühling nicht auskommen, auch wenn jetzt erst mal der „Frühling am Wochenende anklopfe. Aber für Montag sagt er wieder Kälte voraus, sobald der Wind auf Nord drehe. Und das sei Anfang nächster Woche der Fall.

Schulze-Neuhoff beobachtet und analysiert das Wetter sehr genau: Er hat fünf Winterphasen (von wahrscheinlich sieben) mit Frost und Schnee gezählt, Verantwortlich für die Kälte sind blockierende Hochdruckgebiete (Burckhard, Gotthard, Hugo mit Raureif an den Weihnachtstagen, 16 Tage Angela im Januar mit Lawinen-Winterphase ähnlich 1999, Brigida und Chloe samt Höhentrog. 

Mehr zum Klima der vergangenen Wochen und 2000 Jahre gibt es beim Offenen Kanal Wittlich in der Mediathek unter http://www.ok-wittlich.de/mediathek.html