Fünf-Millionen-Euro-Ideen für das Cascade der Zukunft

Fünf-Millionen-Euro-Ideen für das Cascade der Zukunft

Beim Cascade-Bad muss die Stadt Bitburg dieses Jahr ein Minus von rund 420.000 Euro ausgleichen. Ziel von Geschäftsführerin Elfriede Grewe ist es, diesen Verlust zu halbieren. Das hält sie für möglich, wenn die Einrichtung modernisiert wird. Grob überschlagen würden die Vorschläge rund fünf Millionen Euro kosten.

Dass dieser Sommer bislang alles andere als Freibadwetter geboten hat, macht Elfriede Grewe kaum Kummer. "Natürlich wagen sich bei den Temperaturen nur wenige nach draußen, aber mit Hallenbad und Sauna sind wir bei Dauerregen sogar der Renner", sagt die Geschäftsführerin des Bitburger Cascade-Bads, das 1500 und mehr Besucher an einem Tag zählt.

Mehr Kopfzerbrechen als der durchwachsene Sommer, bereitet Geschäftsführerin Grewe der Zustand des Cascade: "Unser Bad ist nun fast 20 Jahre alt, da gibt es eine Menge zu tun." Sie würde die Einrichtung gerne modernisieren, um sie für die nächsten 15 bis 20 Jahre fit zu machen. Das Thema soll im Stadtrat nach der Sommerpause beraten werden.

"Die Frage ist, wie viel Geld die Stadt bereit ist, zu investieren", sagt Grewe. Ihr Vorschlag ist, die Modernisierung über Jahre in Etappen anzugehen, so dass das Bad nicht ein Dreivierteljahr geschlossen werden muss. "Dann würden uns ja die Eintrittsgelder fehlen", sagt Grewe. Die sind schließlich die Haupteinnahmequelle.

"Wir gehen derzeit mit Architekten und Planern durchs Haus und sehen und einen Bereich nach dem anderen an, um uns einen Überblick zu verschaffen, was alles sinnvoll und notwendig wäre", sagt Grewe und ergänzt: "Wie es um Leitungs- und Lüftungssystem bestellt ist, lässt sich im Detail erst beurteilen, wenn die Fliesen runter sind." Etwa im Dampfbad, was ihrer Ansicht nach dringend erneuert werden müsste. Oder auch die orangenen Schließfächer seien nicht mehr zeitgemäß.

"Ich würde gerne die ganze Atmosphäre im Bad durch eine neue Beleuchtung, neue, pflegeleichte Fliesen und Schallschutz hin zu einer Ruheoase verändern und wohliger gestalten", sagt Grewe.

Aber sie weiß, dass die Modernisierung des Cascade kein Wunschkonzert wird. "Natürlich muss die Stadt auf die Kosten achten, aber hier geht es ja nicht um zusätzliche Super-Looping-Rutschen", sagt Grewe. Könnte sie alles umsetzen, was ihr derzeit vorschwebt (siehe Extra), würde das grob überschlagen nach ihrer Einschätzung fünf Millionen Euro kosten. Eine Menge Geld.

Aber die Cascade-Chefin ist überzeugt, dass sich mit einem modernisierten Bad zusätzliche Besucher gewinnen lassen und sich dadurch der Jahresverlust langfristig auf rund 200.000 Euro halbieren ließe. Nach der jüngsten Erhöhung der Eintritte in 2009 sieht sie auch keine Chance, weiter an der Preisschraube zu drehen. "Bei einem immer älter werdenden Bad ist das nicht gerechtfertigt", sagt Grewe und betont: "Wenn wir nichts tun, müssen wir langfristig mit rückläufigen Besucherzahlen rechnen."

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