Für den Fall der Fälle

Für den Fall der Fälle

Für viele Menschen beginnt gerade jetzt im Herbst - der auch durch Feiertage wie Allerheiligen, Allerseelen und Totensonntag geprägt ist - eine Phase des Nachdenkens und Reflektierens; Gelegenheit, über das Thema Bestattung und die entsprechende Vorsorge nachzudenken. Den letzten Weg planen



Wie wichtig letztere ist, weiß jeder, der frische Erinnerungen an einen Todesfall in Familie oder Freundeskreis hat, vielleicht sogar die Beerdigung ausrichten musste. Denn der persönliche Verlust ist nicht die einzige Belastung. Es gilt auch, sich mit ganz praktischen Problemen auseinanderzusetzen: Wie wollte der oder die Verstorbene bestattet werden? Und: Was ist mit den Kosten? Solche Erfahrungen führen dann schnell zu einer nächsten Frage: Wie kann ich selbst Vorsorge für den letzten Weg treffen? Zum Beispiel durch eine so genannte Bestattungsverfügung. Darin werden die individuellen Wünsche für Trauerfeier und Beisetzung schriftlich festgehalten - idealerweise in Absprache mit den Verwandten, damit alle Anregungen berücksichtigt werden. Dies garantiert, dass sich der Abschied wie gewünscht gestaltet, entlastet die Hinterbliebenen und eröffnet ihnen so die Möglichkeit, besser zu trauern.

Vordrucke für die Bestattungsverfügung und viele Informationen enthält zum Beispiel der von Aeternitas e.V. herausgegebene Ratgeber "Private Bestattungsvorsorge". Auch zum Thema Kosten - im Schnitt um die 5000 Euro - weiß die Verbraucherinitiative ( www.aeternitas.de).

Sie empfiehlt, etwas zur Seite zu legen, um den Angehörigen die Finanzierung zu erleichtern: etwa per Sterbegeld-Versicherung oder ein Sparkonto mit Sperrvermerk, zweckgebunden für die Bestattung. Mit diesem Geld kann der in der Bestattungsverfügung Genannte die Beerdigung durchführen lassen.

Es fallen keine Gebühren für Vorsorgeverträge an, und verpflichtende Verträge mit Bestattern, Gärtnern und Steinmetzen werden erst im Trauerfall geschlossen.