FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Wer soll Badem noch stoppen?

FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Wer soll Badem noch stoppen?

BADEM. Zehn Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger sind eine Menge Holz. Dennoch warnt Peter Löw, Trainer der SG Badem, vor Selbstüberschätzung.

Der Blick auf die Tabelle der Bezirksliga wird momentan ein verschmitztes Grinsen hervorrufen - sofern man Sympathisant der SG Badem/Kyllburg/Gindorf ist. Die bisher erreichten 52 Punkte sind nämlich ganze zehn mehr als der Zweite, die SG Ellscheid, auf dem Konto hat. Dennoch stapelt Badems Coach Peter Löw tief: "Wir wiegen uns bestimmt noch nicht in Sicherheit." Löw nennt auch die Gründe für seine Bescheidenheit: "Wir hatten in der Vorrunde sehr wenig Pech mit Verletzzungen. Wenn wir mehrere Leistungsträger ersetzen müssten, bekämen wir sicher Probleme." Zudem hat man zu Beginn der Saison gesehen, dass der Motor der SG Badem nicht immer ganz rund lief. Nach zwei Auftakt-Siegen setzte es zwei Niederlagen beim VfL Trier (1:4) und in Zell (1:2).Siegesserie gegen Ende der Vorrunde

Doch was danach folgte, grenzte an Übermächtigkeit. Bis auf die Partie in Sirzenich Ende Oktober (2:3) wurden alle Spiele gewonnen- teilweise in beeindruckender Manier. So gelang es gleich neun Mal, vier Tore oder mehr zu erzielen. Dass der Angriff die große Stärke seiner Elf ist, davon ist Trainer Löw überzeugt: "In der Offensive haben wir schon sehr gutes Spielermaterial." Herausragend präsentierte sich Torjäger Jürgen Gerten, der "das Runde" in den bisherigen 22 Saison-Spielen schon 19 Mal "ins Eckige" traf. Auch Michael Mayer-Nosbüsch konnte sich schon elf Mal in die Torschützenliste eintragen. Nicht immer ganz zufrieden war Löw mit der Abwehrarbeit seiner Truppe. "Doch solange die Spiele gewonnen werden, ist alles im grünen Bereich." Vor allem für den Zuschauer ist aber gerade diese Tatsache einen Besuch der SG Badem wert. Spielergebnisse wie 7:3 oder 6:4 sprechen Bände. Worauf die Bademer wirklich stolz sein können, ist die lobenswerte Jugendarbeit. Auch in diesem Jahr schafften wieder Talente wie Jerome Kolling oder Mike Schwandt, die beide noch für die A-Junioren spielberechtigt sind, den Sprung in die erste Mannschaft. Überhaupt besteht der Kader bis auf wenige Ausnahmen komplett aus jungen, talentierten Spielern. Gerade diese Ausnahmen jedoch machen die "gute Mischung" (Löw) aus. So sind Spieler wie Torhüter Andreas Schmitt oder Libero Wolfgang Neumann mit ihrer Erfahrung aus der Mannschaft nicht wegzudenken. Dieser Mischung ist auch die überragende Heimbilanz der Eifeler zu verdanken. Auf eigenem Platz hat die Löw-Truppe noch eine blütenweiße Weste. 38:11 Tore zeugen dabei außerdem von einem Schnitt von fast fünf Toren pro Heimspiel. Vier davon auf Seiten des Tabellenführers. Wer also soll die SG Badem auf dem Weg in die Rheinlandliga noch stoppen? Wenn es einer Mannschaft überhaupt noch gelingen kann, dann sicher der SG Ellscheid. "Wir haben am Anfang spielfrei. Wenn Ellscheid hier punktet, können sie nochmal angreifen." Dennoch müsste dem Verfolger wohl schon ein wahrer Husarenritt gelingen, will man die SG Badem noch vom Thron stoßen. Es wäre schon eine große Überraschung nötig, damit Badem die Meisterschaft noch verfehlt. Für Löw kommt jedoch auch der derzeitige Erfolg überraschend: "Wir konnten die neue Liga schwer einschätzen, wären aber mit Platz fünf zufrieden gewesen." Jetzt will Löw die Gunst der Stunde aber natürlich ausnutzen und zu Meisterehren kommen.

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