Fußball-Kreisliga B II: Bettingen scheint sicherer Titelkandidat zu sein — Viele Unbekannte

Fußball-Kreisliga B II: Bettingen scheint sicherer Titelkandidat zu sein — Viele Unbekannte

Die Kreisliga B II Eifel präsentiert sich zurzeit als dreigeteilte, eine Menge Aussagekraft besitzende Liga. Während die SG Bettingen/Oberweis/Baustert mit zwölf Punkten Vorsprung auf Platz eins thront und keinerlei Konkurrenz zu fürchten braucht, beginnt nach dem Verfolgertrio aus Speicher, Wolsfeld und Bitburg II das sportliche Niemandsland. Nur der TuS Mötsch scheint das rettende Ufer nicht mehr zu erreichen.

Bitburg. Nach internen Querelen, Spieler- und Trainerwechseln scheint der Aufsteiger aus Mötsch kaum in der Lage zu sein, das Abstiegs-Gespenst noch einmal zu verjagen. Sechs Punkte dürften zu wenig sein, um sich auf Platz zwölf oder elf zu retten.

Diesem Umstand geschuldet, dürften aber eine ganze Reihe von Clubs in permanente Abstiegs-Schwierigkeiten kommen, denn das sogenannte Mittelfeld reicht von Platz 13 und der SG Körperich (zwölf Punkte) bis zu Rang fünf und der SG Nusbaum. Es sind zwar zehn Punkte, die zwischen diesen beiden Teams liegen, doch jeder weiß, dass es unter Berücksichtigung der Drei-Punkte-Regel kein Aufatmen bei insgesamt neun Vereinen gibt, sondern "Atemnot" der ständige Begleiter sein wird.

So gesehen wird es bei dieser ebenfalls noch mal zweigeteilten "Gesellschaft" unterschiedliche Ausgangs-Positionen geben. Eine bessere besitzen vornehmlich die Clubs von Platz fünf bis acht, die es auf 22 beziehungsweise 19 Zähler bringen. Dazu gehören die SG Nusbaum, die SG Arzfeld II, der FC Karlshausen und die SG Koosbüsch. Doch Komfortabilität sieht anders aus. Trotz der teilweise guten Spiele dieser Vereine sind die Attribute "sehenswert, gutklassig und niveauvoll" eher selten zu vergeben. Neben Körperich müssen die Vereine SG DIST, SV Lasel, SG Utscheid und die SG Ferschweiler die Glücksgöttin und die eigene (doch noch vorhandene) Qualität bemühen, wenn sie aus eigener Kraft die Klasse halten wollen.

Kontinuität in Wolsfeld, Bitburg und Speicher



Drei Vereine haben nicht nur spielerisch, sondern auch quantitativ einen Sprung vollzogen. Mit marginalen Unterschieden ausgestattet, haben es die Verantwortlichen in Speicher, Wolsfeld und bei der zweiten Mannschaft des FC Bitburg verstanden, Kontinuität, das Besinnen auf technisch-taktische Grundkonzepte und die nahtlose Einbindung der jungen Spieler zur eigenen Prämisse zu machen. Vor allem der SV Speicher brillierte mit Spielstärke und etlichen Top-Spielen und ist gleichzeitig der mit Abstand beste Aufsteiger. Die Superlative schlechthin zeigt sich bei der Zwischenbilanz der SG Bettingen (siehe auch Bericht unten). Ohne Niederlage und einer makellosen Bilanz von 13 Siegen und nur einem Remis (gegen DIST), ist die Elf von Trainer Peter Zeimens nicht nur in der Defensive die Nummer eins der Liga, sondern auch in Sachen Sturm. Alle Wege zum Aufstieg führen über die Bettinger, Platz zwei hingegen wird, vorausgesetzt die Relegation ist relevant, von Speicher, Wolsfeld und Bitburg II hart umkämpft sein. Das überdimensionale Mittelfeld könnte so zum Katalysator und Inspirator einer ganzen Serie spannender Frühjahrsspiele werden. Die spielerische Entwicklung stagniert insgesamt, die vier, fünf technisch versierten Mannschaften erleben in den zwei Schlusslichtern ihr negatives Pendant.